Fisker Österreichische Tochter ist insolvent

Von Andreas Grimm 1 min Lesedauer

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Die Krise des Elektroautobauers weitet sich aus. Seit März steht die Produktion in Österreich still, Produktionspartner Magna erwartet keine Wiederaufnahme. Nun ist Fisker Österreich pleite.

Die Produktion des Fisker Ocean steht seit März still. Eine Wiederaufnahme steht in den Sternen. Nun ist zudem die österreichische Fisker-Tochter pleite.(Bild:  ©2023 Fisker Inc.)
Die Produktion des Fisker Ocean steht seit März still. Eine Wiederaufnahme steht in den Sternen. Nun ist zudem die österreichische Fisker-Tochter pleite.
(Bild: ©2023 Fisker Inc.)

Die österreichische Tochter des US-Elektroautoherstellers Fisker hat nach dem Produktionsstopp seines bislang einzigen Modells Ocean ein Restrukturierungsverfahren im Wege der Eigenverwaltung nach der österreichischen Insolvenzordnung beantragt. Die Maßnahme der Fisker GmbH in Graz hat das kalifornische Mutterunternehmen am Dienstag mitgeteilt. Andere Unternehmensteile von Fisker seien nicht in das Umstrukturierungsverfahren einbezogen und würden ihre Tätigkeit im Rahmen des normalen Geschäftsbetriebs fortführen, heißt es weiter.

In Graz wurden einige Tausend Einheiten des Elektro-SUVs Fisker Ocean durch den Auftragsfertiger Magna gebaut. Im März stoppte dann die Produktion, da der angeschlagene Hersteller zunächst die Lagerbestände reduzieren wollte, um liquide Mittel zu bekommen. Allerdings scheint die Wiederaufnahme der Produktion mehr als fraglich, selbst Magna erwartet diesen Schritt nicht mehr. Das österreichische „Industrie-Magazin“ meldete schon Ende März, dass wegen des Produktionsstopps einer größeren Zahl an Magna-Mitarbeitern gekündigt werde.

Fisker Österreich will sich durch die Restrukturierung in die Lage versetzen, den Geschäftsbetrieb fortzuführen, insbesondere die Mitarbeiter zu bezahlen und Fahrzeuge zu verkaufen. Man beabsichtige, „die Auslieferung der Fahrzeuge an die Kunden so weit wie möglich fortzusetzen, Serviceleistungen und die Aktualisierung der Over-the-Air-Software während des Umstrukturierungsverfahrens“ zu gewährleisten.

Fisker ist seit Jahresanfang in einer schweren Krise, nachdem das Unternehmen das Schlussquartal 2023 mit horrenden Verlusten abgeschlossen hatte. Zunächst hatte der Hersteller verkündet, dass man sich vom kapitalintensiven Direktvertrieb verabschieden wolle und Händler suche. Dann wurde zunehmend deutlich, dass dem Unternehmen das Geld ausgeht. Die geplanten weiteren Modelle – zunächst das Familienauto Pear und der Pick-up Alaska – liegen seither auf Eis. Die Suche nach einem großen Automobilkonzern als Partner scheiterte bislang.

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