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Ford-Händler sollen grün werden

| Autor: Jakob Schreiner

Nachhaltig zu sein, ist ein Image, das jedem Unternehmen gut steht. Da bilden Autohändler keine Ausnahme. Ford greift seinen Partnern mit einem neu aufgesetzten Projekt, das CO2 und Geld sparen soll, unter die Arme.

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Einen grünen Anstrich soll nur das Image der Ford-Händler bekommen.
Einen grünen Anstrich soll nur das Image der Ford-Händler bekommen.
(Bild: R&S)

Ford will seiner Händlerschaft beim Energiesparen helfen und für ein nachhaltiges Image sorgen. In Zusammenarbeit mit dem Beratungs- und Forschungsinstitut Ecoistics Institute bietet Ford seinen Händlern sogenannte Energieaudits an. Hier sollen externe Berater unternehmensindividuell mit konkreten Maßnahmen helfen, die Energiekosten und CO2-Emissionen zu senken.

Welche Sparmaßnahmen in Frage kommen, hängt jeweils von den Prioritäten und den Voraussetzungen im Betrieb ab. Es gelte die Faustregel, mit möglichst wenig Aufwand größtmögliche Einsparungen zu realisieren. Bislang haben sich Betriebe an 186 Standorten zur Teilnahme an dem 2018 initiierten Projekt mit dem sperrigen Namen „Ecoistics.EffNanet“ entschieden (siehe Karte unten). Ford erwartet nach der Umsetzung der Maßnahmen eine CO2-Reduzierung von mehr als 4.700 Tonnen.

Auch finanziell soll es sich für die Betriebe lohnen, sich nachhaltig aufzustellen und an dem dreijährigen Projekt teilzunehmen. Unter dem Strich soll in den ersten drei Jahren laut Ford eine durchschnittliche Ersparnis von 3.200 Euro pro Jahr stehen. Nach Ablauf des Projekts sollen es dann rund 6.000 Euro pro Standort und Jahr sein. Wie hoch diese im Einzelfall tatsächlich ausfallen, hängt vom individuellen Einsparpotenzial und den Vor-Ort-Bedingungen ab.

Fix sind für jedes Unternehmen die Kosten. Sie setzen sich wie folgt zusammen:

Das Thema Energieberatung für Händler ist dabei nicht gänzlich neu, wie ein Sprecher auf Anfrage sagte. Erstmals sei der Autobauer 2012 aktiv geworden. Ein neuer Aspekt ergebe sich aber aus dem Gedanken der Netzwerkbildung. Der Hersteller bildet auf Basis der Anmeldungen Gruppen aus mindestens fünf Händlern, die sich zweimal jährlichen in jeweils einem Unternehmen treffen und untereinander austauschen sollen. Der zuständige Energieberater organisiert und moderiert diese Treffen. So sollen die Händler von den Erfahrungen und Ideen ihrer Kollegen profitieren können, was den Umsetzungsprozess beschleunigen und die Effizienz steigern soll. Außerdem seien so branchenspezifische Vergleiche möglich.

Dem Ford-Sprecher zufolge sei es außerdem möglich, Standorte anderer Marken, die sich im Eigentum eines Ford-Händlers befinden, mit in das Projekt zu integrieren.

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Über den Autor

 Jakob Schreiner

Jakob Schreiner

Redakteur Ressort Service & Technik