Fortbildung zum Kfz-Restaurator kommt

Autor: Christoph Baeuchle

Oldtimer sind hip, richtige Experten rar. Nun können sich Kfz-Meister zum Geprüften Restaurator weiterbilden. Dazu müssen sie aber ordentlich büffeln.

Firmen zum Thema

Bei historischen Fahrzeugen sind Experten gefragt.
Bei historischen Fahrzeugen sind Experten gefragt.
(Bild: ProMotor/Volz)

Das Interesse an Young- und Oldtimern ist ungebrochen. Doch die historischen Schätzchen brauchen eine besondere Pflege. Dafür soll künftig der geprüfte Restaurator im kraftfahrzeugtechnischen Handwerk sorgen. Experten arbeiteten mehr als drei Jahre an der entsprechenden Verordnung, nun soll sie im dritten Quartal veröffentlicht werden.

Die Fortbildung zum Restaurator steht Kfz-Meistern offen, sie können eine weitere Stufe auf der Karriereleiter in der Kfz-Branche erklimmen. Doch dafür ist zunächst einiges zu leisten: Die Fortbildung umfasst rund 750 Stunden. Die entsprechenden Inhalte werden in einem dafür ausgestatteten Berufsbildungszentrum vermittelt.

Folgende Fähigkeiten sollte ein Geprüfter Kfz-Restaurator beispielsweise besitzen:

  • Zustand von Restaurierungsobjekten und deren kulturhistorische Bedeutung auf Grundlage von Bestandsaufnahmen und Befunduntersuchungen identifizieren, bewahren und erhalten;
  • Verläufe und Ergebnisse von Erhaltungs-, Restaurierungs- und Konservierungsprozessen dokumentieren;
  • Maßnahmen zur Pflege und Wartung von Objekten entwickeln, empfehlen und durchführen;
  • Kooperation mit unterschiedlichen Fachdisziplinen sowie Objektbeteiligten;
  • Erhaltungs-, Restaurierungs- und Konservierungsprozesse leiten;
  • handwerklich-immaterielles und materielles Kulturerbe erhalten und weitergeben.

Am Ende der Fortbildung steht eine dreiteilige Prüfung, in der übergreifende und spezifische Qualifikationen sowohl schriftlich als auch mündlich und im Rahmen einer Projektarbeit nachzuweisen sind.

„Zugegeben, die Fortbildung ist umfangreich und aufwendig. Aber wer sich dafür entscheidet, verbessert in der eigenen Region seine Position durch eine besondere Spezialisierung“, betont Andrea Zeus, ZDK-Referentin und Expertin für historische Fahrzeuge. „Ein Betrieb kann sich durch das Alleinstellungsmerkmal profilieren und von der Konkurrenz abheben.“ Das umfangreiche Know-how sei gefragt, automobiles Kulturgut für die nächsten Generationen zu erhalten.

(ID:45976462)

Über den Autor

 Christoph Baeuchle

Christoph Baeuchle

Chefreporter Automobilwirtschaft & Politik/Verbände