Im Südwesten steht die Graf-Hardenberg-Gruppe vor einem bedeutenden Zukauf. Mit der Übernahme des Autohauses Gehlert fasst der Top-100-Händler auch im Volumenmarkt der Baden-Metropole Freiburg Fuß.
Das Autohaus Gehlert in Freiburg besteht seit 65 Jahren. Im Juli wird es Teil der Graf-Hardenberg-Gruppe.
(Bild: Graf Hardenberg)
Die Autohausgruppe Graf Hardenberg festigt mit der Übernahme des traditionsreichen Autohauses Gehlert in Freiburg ihre Stellung im Reigen der größten Autohändler in Deutschland. Wie die Graf-Hardenberg-Führung am Donnerstag in Ettlingen mitteilte, soll die Einbindung des VW-, Seat- und Cupra-Händlers Gehlert zum 1. Juli erfolgen. Die formale Zustimmung des Kartellamts steht allerdings noch aus.
Das Autohaus Gehlert feiert am 15. Mai seinen 65. Geburtstag – damit ist es sozusagen Zeit, in Ruhestand zu gehen. Inhaber Franz Xaver Grünwald ist 88 Jahre alt; der Verkauf regelt letztlich die Unternehmensnachfolge. Grünwald war über Jahrzehnte ein prägender Teil der Autohandelsszene in Freiburg. Zuletzt erwirtschaftete der Händler einen Umsatz von rund 50 Millionen Euro und verkaufte etwa 3.000 Neu- und Gebrauchtwagen.
Seine ersten automobilen Schritte startete Franz Xaver Grünwald mit einer Lehre beim ehemaligen VW-Großhändler Bernhard Kannenberg. Dessen Tochter Renate Szanto führe den VW-Händler „Baden Auto“ – heute ein Teil der BHG/Alphartis – sowie die Porsche-Zentren in Freiburg und Lörrach, die seit 2017 zu Graf Hardenberg gehören.
Gehlert war Top-100-Händler
Franz Xaver Grünwald wurde 1977 Gesellschafter bei Gehlert und übernahm die Geschäftsführung. Seit 2016 ist er alleiniger Gesellschafter. Unter der Führung von Grünwald gehörte das Autohaus Gehlert zeitweilig zu den Top-100-Händlern in Deutschland und war für die Region Freiburg neben VW- und Seat- auch Audi-Händler (bis 2024).
Jetzt geht die Gehlert-Geschichte unter dem Dach der Graf-Hardenberg-Gruppe weiter. In der zuletzt vom Institut für Automobilwirtschaft veröffentlichten Liste der deutschen Top-100-Händler rangiert Graf Hardenberg auf Platz 23 – mit einem Umsatz von 850 Millionen Euro im Jahr 2024 (2025: 880 Mio Euro). Der Zukauf passt zum Unternehmensgrundsatz von Graf Hardenberg, in der Region Baden vom Bodensee bis hoch in die Südpfalz (zwei Betriebe in Landau) zu wachsen. „Mit diesem Schritt stärkt die Unternehmensgruppe ihre süddeutsche Leistungspräsenz“, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens. Die Gehlert-Immobilie werde langfristig angemietet.
Gruppenfoto zur Übernahme: (v. l.) Mark Häfner, Graf-Hardenberg-Geschäftsführer der Region Ortenau, Edith Grünwald, Franz-Xaver Grünwald, Graf-Hardenberg-Vorstand Volker Brecht, Alexandra Grünwald, Robert Graf von Hardenberg, Graf-Hardenberg-Stiftungsvorstand Friedrich Behle, Graf-Hardenberg-CFO Philipp Ludwigs und Andy Kocijan, ebenfalls Geschäftsführer der Region Ortenau.
(Bild: Graf Hardenberg)
„In unserem Wirtschaftsraum wollen wir einen Marktanteil von rund 50 Prozent – jedes zweite Auto soll von uns kommen“, hatte Friedrich Behle, Vorstand der Graf-Hardenberg-Stiftung, im Herbst im Gespräch mit »kfz-betrieb« als Ziel formuliert. Im Raum Freiburg kommt die Gruppe diesem Ziel mit der Übernahme damit näher; hier betreibt sie bisher nur das Porsche-Zentrum. Etwas weiter nördlich, in Lahr, ist die Gruppe seit 2021 mit VW und Audi vertreten (die ehemaligen Link-Betriebe).
Diese Betriebe sind in der Graf-Hardenberg-Organisation Kern der Region Ortenau unter der Geschäftsführung von Andy Kocijan und Mark Häfner, der künftig auch das Autohaus Gehlert zugeordnet wird. Der Name Gehlert bleibt gleichwohl erhalten, zudem werden Geschäftsführer Matthias Wagner und seine 130 Mitarbeiter an Bord bleiben, sodass für die Kunden der Übergang fließend erfolgt. Zudem soll das Zusammenwachsen der Belegschaften möglichst geräuschlos erfolgen: Im Vorfeld hatten sich die Unternehmen bereits über die gemeinsamen Firmenwerte abgestimmt. Diese innere Personalentwicklung hat für Graf Hardenberg einen hohen Stellenwert.
„Mit der Graf-Hardenberg-Gruppe haben wir im kooperativen Sinne unseren Wunschpartner für die Betriebsübergabe gefunden. Dahinter steht ein Fundament, das mein unternehmerisches Ansinnen und Wirken im Interesse aller betroffenen Wirtschaftsparteien stets kundenorientiert fortführen wird“, erklärt Franz-Xaver Grünwald laut einer Pressemitteilung die Entscheidung für den Verkauf an Graf Hardenberg.
Volker Brecht, Vorstand und Holding-Geschäftsführer von Graf Hardenberg, betont die strategische Bedeutung des Zukaufs. „Freiburg ist für uns ein Schlüsselstandort mit großem Potenzial.“ Mit dem Zukauf könne die Gruppe die Mobilität der Menschen in der Region künftig noch umfassender begleiten. Denn auch dieser Punkt hat zentrale Bedeutung für die Autohausgruppe: Graf Hardenberg möchte der zentrale Mobilitätspartner für die Menschen in der Region sein – vom Vespa-Roller bis zum Premium-Fahrzeug von Porsche oder Genesis.
Stand: 08.12.2025
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Graf Hardenberg beschäftigt derzeit gut 1.900 Menschen in 37 Betrieben an 18 Standorten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Sie verkauften im Jahr 2025 29.000 Pkw, davon 15.700 Neuwagen. Das Unternehmen handelt mit sechzehn Marken: Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi, Skoda, Seat, Cupra, Porsche, Ford, Hyundai, Genesis, MG Motor, Harley-Davidson, Vespa, Piaggio, Aprilia und Moto Guzzi.