Verbrenner-Aus Friedl fordert technologieoffenen EU-Fahrplan

Von Nick LuhmannAnja Glück 2 min Lesedauer

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Das Kfz-Gewerbe Bayern schaltet sich in die Debatte um die Rücknahme des Verbrennerverbots durch die EU ein. Präsident Friedl fordert von Brüssel zum Hochlauf der E-Mobilität einen technologieoffenen Fahrplan vorzulegen.

Fünter Friedl, Präsident des Kfz-Gewerbes Bayern, fordert von der EU in Sachen Verbrennerverbot eine Kurskorrektur. (Bild:  Holger Zietz)
Fünter Friedl, Präsident des Kfz-Gewerbes Bayern, fordert von der EU in Sachen Verbrennerverbot eine Kurskorrektur.
(Bild: Holger Zietz)

Das Kraftfahrzeuggewerbe Bayern begrüßt die Forderung von Manfred Weber nach einem Ende des EU-weiten Verbrenner-Verbots und sieht darin ein wichtiges Signal für Technologieoffenheit, Planungssicherheit und bezahlbare Mobilität. Der spricht sich als Mitglied im Europaparlament und als EVP-Fraktionsvorsitzender deutlich gegen das Verbrenner-Verbot aus. Das Kfz-Gewerbe Bayern unterstützt diese Position und verweist auf die Chancen, Belastungen für kleine und mittelständische Betriebe zu vermeiden und eine zukunftsgerichtete Mobilitätspolitik zu ermöglichen.

Günter Friedl, Präsident und Landesinnungsmeister: „Das ist ein wichtiges Signal für Technologieoffenheit und wirtschaftliche Vernunft in Europa.“ Denn die rund 7.000 bayerischen Betriebe brauchten Planungssicherheit, faire Wettbewerbsbedingungen und einen politischen Rahmen, der alle klimafreundlichen Antriebstechnologien zulässt – von modernen Verbrennern über E-Fuels bis hin zu Batterie- und Wasserstofflösungen, so Friedl.

Ein pauschales Verbrenner-Aus würde laut Verband viele kleine und mittlere Betriebe treffen. Investitionen und Fachwissen könnten entwertet werden, Geschäftsmodelle müssten neu gedacht werden. Besonders im hohen ländlichen Raum droht eine Versorgungslücke aufgrund der Nachfrage nach Gebrauchtwagen und fehlender Ladeinfrastruktur. Der Ausbildungsbedarf für qualifizierte Fachkräfte würde stark steigen.

Kfz-Gewerbe dokumentiere große Sorgen der Betriebe

Im Mai 2025 tauschte sich das bayerische Kfz-Gewerbe mit Manfred Weber in Dingolfing aus. Präsident Friedl und Geschäftsführer der Kfz-Innung Niederbayern Josef Huber übergaben dem Abgeordneten die Ergebnisse einer Mitgliederbefragung, die massive Sorgen zu Überregulierung, fehlende Technologieoffenheit und zunehmende Bürokratielasten dokumentierte. „Wir haben Herrn Weber mitgegeben, dass ein starres Festhalten am Verbrenner-Aus weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll ist – insbesondere im ländlichen Raum, wo individuelle Mobilität systemrelevant bleibt“, so Friedl.

Das Kraftfahrzeuggewerbe Bayern sieht Webers Positionierung als Bestätigung der eigenen Forderungen und als Chance für einen politischen Kurswechsel in Brüssel. „Jetzt muss die EU-Kommission nachziehen und einen realistischen, technologieoffenen Fahrplan für die Zukunft der Mobilität vorlegen“, fordert Friedl. Dazu gehören die Anerkennung von E-Fuels, Bürokratieabbau und faire Bedingungen für kleine und mittlere Betriebe.

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