15. Preis: „'Ein Motorradleben ohne eine R 1100 GS ist möglich, aber sinnlos'. Mitte März 1994 stand ich in der BMW Niederlassung in Frankfurt und vereinbarte mit dem damaligen Verkaufsleiter (es gab nur einen Verkäufer nämlich Günter Bruder, mit dem ich mich heute noch treffe) eine Probefahrt. Ein Termin war relativ schnell gefunden und ich durfte einen ganzen! Tag das Motorrad zur Probefahrt haben. Nach sechs Stunden und ca. 280 km war für mich die Sache klar: Dieses Mopped muss es sein, zumal noch ohne Kat und überhaupt die erste Vorführmaschine der neuen Vierventiler GS-Moppeds. Am 10. Mai 1994 erfolgte die Anmeldung und ein Tag später habe ich mit einem Kumpel die erste Tour unternommen. Nach zwanzig Sommern und 200.000 km habe ich mir im Herbst 2013 ein neues gebrauchtes Ersatzmopped gekauft, diesmal eine R 1150 GS, und habe meine Spessartprizessin nur noch bei gutem Wetter aus der Garage geholt und bin mit Ihr noch viele Touren durch den Spessart gefahren. Vor ein paar Jahren habe ich mich letztendlich entschieden, meine Prinzessin der Oldtimerspendenaktion zu spenden, und dies auch nach dreißig Jahren und einem Monat getan. In den dreißig Jahren musste ich dreimal außerhalb der Inspektionen in die Werkstatt, einmal war ein Simmering der Telelever undicht, einmal musste eine Zylinderkopfdichtung ausgetauscht werden (Kulanz nach zwei Jahren) und einmal war der Simmering beim Getriebe undicht. Dabei habe ich noch die Kupplung erneuern lassen, wobei alle Arbeiten/ Inspektionen von ein und demselben 'Schraubergott' ausgeführt wurden“, erklärt Spender Horst Haenlein. (Bild: Oldtimerspendenaktion) 14/15 Zurück zum Artikel