Cupra-Seat-Netz Motor Nützel übernimmt vier Standorte der Schneider-Gruppe

Von Andreas Grimm 3 min Lesedauer

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Im nordbayerisch-sächsischen Grenzgebiet wächst ein gewichtiger Partner von Cupra und Seat heran. Mit der schrittweisen Übernahme von vier Betrieben vertritt Motor Nützel die spanischen Marken künftig an sieben Standorten.

Die Motor-Nützel-Gruppe, im Bild der Firmensitz in Bayreuth, investiert in den Vertrieb von Cupra und Seat durch die Übernahme von vier Betrieben.(Bild:  Motor-Nützel-Gruppe)
Die Motor-Nützel-Gruppe, im Bild der Firmensitz in Bayreuth, investiert in den Vertrieb von Cupra und Seat durch die Übernahme von vier Betrieben.
(Bild: Motor-Nützel-Gruppe)

Motor Nützel übernimmt vier Cupra-Seat-Standorte der Schneider-Gruppe und baut damit im eigenen Marktgebiet das Engagement im Vertrieb der beiden spanischen Marken aus. Wie das Unternehmen mit Sitz in Bayreuth am Donnerstag, 30. April, mitteilte, übernimmt man schrittweise ab dem 15. Mai die Standorte in Hof, Zwickau, Freiberg und Chemnitz.

Mit dem Schritt wird Motor Nützel zu einem der ganz großen Vertriebspartner für die beiden Marken. Die hatte das Unternehmen bislang in Bayreuth, Bamberg/Scheßlitz und Mitterteich gehandelt, war in die Markenwelten aber erst im Jahr 2022 eingestiegen. Insbesondere Cupra treibe dabei das Wachstum an und helfe, neue Kundengruppen zu erschließen, hatte es aus der Geschäftsführung Ende 2025 geheißen. Auch dass Cupra im Marketing frische Impulse gesetzt habe, wertet die Autohausgruppe positiv.

Für Motor Nützel verlief das Engagement bislang erfolgreich. Im Jahr 2024 wurde das Unternehmen mit dem Newcomer-Preis des Importeurs ausgezeichnet, 2026 zählt es in Barcelona zu den drei Top-Nominierten für den nationalen Sales Award von Cupra Seat Deuschland.

Gleichzeitig hat die Nützel-Geschäftsführung in den letzten Jahren die räumliche Expansion vorangetrieben. Mit der Übernahme der AHC-Gruppe im Jahr 2025 expandierten die Bayreuther über den bisherigen Wirtschaftsraum Nordbayern in die Region Sachsen/Chemnitz. Schon damals hatte die Unternehmensführung als Ziel ausgegeben, „das Marktgebiet entlang der A72 konsequent zu erschließen“ – sprich den Bereich zwischen dem für Nützel wichtigen Standort Hof und Chemnitz.

Mit der Integration der vier Betriebe der Schneider Gruppe wird diese Strategie nun vorangetrieben und werden die bereits aktiv bearbeiteten Märkte Hof und Chemnitz selbst gestärkt. Mit den Übernahmen bedient Motor Nützel erstmals direkt die Automärkte in Zwickau und Freiberg.

Um den Integrationsprozess möglichst reibungslos zu gestalten, erfolge die Eingliederung der vier Standorte schrittweise, informiert Motor Nützel. Los geht es in Hof am 15. Mai, wo die Autohausgruppe seit 2016 mit einem großen Automobilzentrum einen Vertriebsschwerpunkt hat. In den kommenden Monaten folgen dann die Eingliederungen von Zwickau, Freiberg und Chemnitz. Die Belegschaften werden von Motor Nützel den Angaben zufolge vollständig übernommen.

Haben die Übernahme von vier Cupra-Seat-Standorten vereinbart: (v.l.) Roman Fehling und Alexander Pflaum, beide Geschäftsführer der Motor-Nützel Vertriebs-GmbH, sowie Marko Schneider, Geschäftsführer Schneider Gruppe, und Steffen Rump, ebenfalls Geschäftsführer von Motor Nützel.(Bild:  Motor Nützel)
Haben die Übernahme von vier Cupra-Seat-Standorten vereinbart: (v.l.) Roman Fehling und Alexander Pflaum, beide Geschäftsführer der Motor-Nützel Vertriebs-GmbH, sowie Marko Schneider, Geschäftsführer Schneider Gruppe, und Steffen Rump, ebenfalls Geschäftsführer von Motor Nützel.
(Bild: Motor Nützel)

„Wachstum ist ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmensstrategie“, betont Steffen Rump, kaufmännischer Geschäftsführer der Motor-Nützel-Gruppe. „Die Übernahme der neuen Vertriebsgebiete bietet uns eine hervorragende Möglichkeit, uns als erster Ansprechpartner für Cupra und Seat in diesen Regionen zu etablieren.“ Alexander Pflaum, Geschäftsführer Vertrieb der Autohausgruppe, wies insbesondere auf die Verbindung von Elektromobilität und sportlichem Charakter in der Marke Cupra hin, mit der „wir gezielt eine jüngere, design- und erlebnisorientierte Zielgruppe ansprechen“.

„Die Übertragung der Cupra- und Seat-Händlerverträge erfolgte in einem vertrauensvollen Miteinander. Mit Motor Nützel übernimmt eine erfahrene und zugleich zukunftsorientierte Autohausgruppe die Verantwortung für die Standorte Hof, Zwickau, Freiberg und Chemnitz“, sagte Marko Schneider, Geschäftsführer der Schneider Gruppe. Der Mehrmarkenhändler mit Hauptsitz in Chemnitz konzentriert sich mit dem Schritt mutmaßlich stärker auf die Marken der Renault Group (Renault, Dacia, Alpine), hat aber auch noch Mazda, MG und Land Rover im Programm.

Über Motor Nützel

Die Motor-Nützel-Gruppe gehört mit bislang gut 1.400 Mitarbeitern an 19 Standorten mit 36 Filialen zu den größten Autohausgruppen in Deutschland. Kern des Produktportfolios bilden die Marken des Volkswagenkonzerns (Audi, Cupra, Seat, Skoda, Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeuge). In den vergangenen Jahren wurde das Portfolio um die Marken Toyota und MG erweitert. Motor Nützel verkaufte im Jahr 2025 rund 15.000 Fahrzeuge.

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