Bierschneider-Gruppe Für 13,5 Millionen Euro entsteht ein Autohaus-Zentrum bei Ingolstadt

Von Andreas Grimm

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In Manching rüstet sich die Bierschneider-Gruppe für den Automobilvertrieb der Zukunft. Alternative Vertriebskonzepte wie Auto-Abo finden dort ebenso einen Platz wie die Elektromobilität und ein umfassender Service. Außerdem bekommt damit letztlich eine boomende Marke mehr Platz.

Die Bierschneider-Gruppe baut in Manching bei Ingolstadt einen großzügigen Autohaus-Komplex, beginnend mit einem neuen VW-Autohaus.(Bild:  Bierschneider)
Die Bierschneider-Gruppe baut in Manching bei Ingolstadt einen großzügigen Autohaus-Komplex, beginnend mit einem neuen VW-Autohaus.
(Bild: Bierschneider)

Die Bierschneider-Gruppe baut in Manching bei Ingolstadt an einem Großprojekt zur Abrundung ihrer Standorte. Am bisherigen Umschlagplatz für Neu- und Gebrauchtwagen, der schon lange im Besitz der Gruppe ist, entsteht in einem ersten Schritt eine großzügige Anlaufstelle für Kunden der Marken VW Pkw und VW Nutzfahrzeuge. Weitere Marken werden später folgen, heißt es aus der Bierschneider-Zentrale aus Mühlhausen in der Oberpfalz.

Konkret angekündigt ist bis 2024 ein Autohaus für die Marken Jaguar und Land Rover, zudem soll am Standort Manching ein Reifenzentrum entstehen. „Wir möchten für unsere Kunden im Raum Ingolstadt und Manching eine breite Produkt- und Servicepalette rund ums Auto bieten“, begründet Michael Fleischmann, der geschäftsführende Gesellschafter der Gruppe, den Gesamtinvest von rund 13,5 Millionen Euro. Angesichts der Lage an der A9 und der B16 will Bierschneider von Beginn an auch eine überregionale Kundschaft mit dem Neubau ansprechen.

Zusammenkunft zur Grundsteinlegung: Bereits seit Mai 2022 wird in Manching gearbeitet. Mitte 2023 soll der VW-Betrieb starten.(Bild:  Bierschneider)
Zusammenkunft zur Grundsteinlegung: Bereits seit Mai 2022 wird in Manching gearbeitet. Mitte 2023 soll der VW-Betrieb starten.
(Bild: Bierschneider)

Neben den genannten Marken im Neuwagengeschäft werden im Service weitere VW-Konzernmarken folgen. In der Computer-Animation sind namentlich der Audi- und Seat-Service sichtbar zu sehen. Die Entwicklung von Seat und Cupra ist denn auch mit ein Auslöser für die Entwicklung des Standorts Manching. Weil Cupra mehr Platz braucht, soll die Marke perspektivisch in den bestehenden VW-Betrieb in Ingolstadt ziehen, der dann zum eigenständigen Cupra-Store neben dem Seat-Standort wird.

Der neue Betrieb in Manching hat eine Fläche von 20.000 Quadratmetern. Dort sollen zukünftig rund 350 Fahrzeuge der VW-Konzernmarken präsentiert werden – derzeit VW, VW Nutzfahrzeuge, Audi, Skoda, Seat, Cupra, Jaguar und Land Rover. Die Arbeiten für den Neubau begannen bereits im Mai 2022 und werden voraussichtlich Mitte 2023 fertig gestellt sein. Der VW-Showroom soll 745 Quadratmeter groß werden. Dazu kommt eine 860 Quadratmeter große Werkstatt. Anfangs will Bierschneider am Standort 50 Mitarbeiter beschäftigen.

Blick in den künftigen Showroom: Die Marke VW wird auf 745 Quadratmetern präsentiert.(Bild:  Bierschneider)
Blick in den künftigen Showroom: Die Marke VW wird auf 745 Quadratmetern präsentiert.
(Bild: Bierschneider)

Neben dem Vertrieb der genannten Marken will Bierschneider die Fläche auch für die Präsentation von Freizeitmobilen und Nutzfahrzeugen nutzen. Auch neue Vertriebskonzepte sollen an dem Standort gestartet werden. So können Kunden, die sich nicht langfristig an ein Fahrzeug binden möchten, sich für ein flexibles Auto-Abo entscheiden. Und auch die Elektromobilität wird in Manching großen Raum einnehmen – mehrere Schnell-Ladesäulen für Elektro- und Hybridfahrzeuge sind geplant. Übrigens soll nach Firmenangaben nahezu der gesamte Strombedarf, inklusive der Klimatisierung und des Heizens mittels Wärmepumpen, über die hauseigene Photovoltaikanlage abgedeckt werden.

Entsprechend ist die Kfz-Werkstatt auf die Reparatur von Elektrofahrzeugen ausgerichtet. „In Zukunft werden wir größtenteils Kundenfahrzeuge mit Elektro- und Hybridantrieb warten, hier ist geschultes Fachpersonal besonders wichtig“, sagt Geschäftsführer Bernhard Öttl. Weitere Eckdaten des Werkstattbereichs sind 20 Hebebühnen, eine Karosserieabteilung, zwei Direktannahmen und eine Waschstraße.

Die Bierschneider-Gruppe ist aus einer 1977 gegründeten Werkstatt hervorgegangen. Mittlerweile ist das Unternehmen an 25 Standorten mit über 1.500 Beschäftigten in Bayern und Baden-Württemberg vertreten. Das Familienunternehmen unter der Leitung von Doris und Michael Fleischmann verkauft nach eigenen Angaben 12.000 Neuwagen und 21.000 Gebrauchtwagen im Jahr und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von über 800 Millionen Euro.

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