Schwache Restwerte Finger weg von gebrauchten E-Autos?

Von Yvonne Simon 8 min Lesedauer

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Die Nachfrage nach gebrauchten Elektroautos ist verhalten, die Restwerte sinken. Also bloß keine Stromer auf den Hof? Ein Blick auf den Markt und die Reaktionen im Handel.

Die Nachfrage ist verhalten – wir werfen einen Blick auf den Markt und darauf, wie der Handel reagiert.(Bild:  © andrew_shots, T. Michel - stock.adobe.com)
Die Nachfrage ist verhalten – wir werfen einen Blick auf den Markt und darauf, wie der Handel reagiert.
(Bild: © andrew_shots, T. Michel - stock.adobe.com)

Null Treffer. Wer Mitte Juli im Angebot des Online-Gebrauchtwagenhändlers Autohero nach Elektroautos sucht, findet nichts. Auch bei einigen anderen Onlinehändlern und Discountern sieht es mager aus. Das sagt viel aus über den schwierigen Markt für gebrauchte Stromer in Deutschland. Wer keine Elektroautos vermarkten muss, scheint es sich derzeit genau zu überlegen.

Auf Anfrage erklärt Autohero, man habe „in manchen Märkten“ Elektroautos für Endkunden im Angebot, darunter Italien. In Deutschland bietet Autohero derzeit rund 5.000 Gebrauchte an. „Unser Angebot ändert sich laufend, sodass auch reine Elektrofahrzeuge potenziell in unserem deutschen Sortiment verfügbar sind.“ Die Frage, ob das Portal, das mit dem Claim „Europas größter freier Händler“ auftritt, Elektroautos ankauft, beantwortet Autohero ausweichend: „Innerhalb der gesamten Auto 1 Group erwerben wir alle Autos, die am europäischen Markt nachgefragt sind.“ Der ADAC zumindest hatte bei einem Test kein Glück: Einen ID 3, Baujahr 2020, kaufte Auto 1 über „Wir kaufen dein Auto“ (WKDA) nicht an. Der Club versuchte es neben WKDA bei HUK Autowelt, dem Autohaus Tabor sowie über Autoscout 24 und Mobile.de. Bei allen genannten sind Elektroautos inseriert. Allerdings erhielten die Tester nur bei HUK Autowelt und über Autoscout ein Angebot für den Stromer.