Deutscher Remarketing Kongress 2026 Gebrauchte E-Autos: „Verkaufen Sie das Gefühl, nicht das Kabel“

Von Yvonne Simon 4 min Lesedauer

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Lange Standzeiten, zögerliche Kunden: Gebrauchte E-Autos stellen nach wie vor viele Händler vor Herausforderungen. Wie sie gebrauchte Elektroautos trotzdem erfolgreich vermarkten können, erklärten Experten auf dem Deutschen Remarketing Kongress 2026.

Um die 450 Besucherinnen und Besucher strömten zum Deutschen Remarketing Kongress ins Würzburger Vogel Convention Center.(Bild:  Stefan Bausewein)
Um die 450 Besucherinnen und Besucher strömten zum Deutschen Remarketing Kongress ins Würzburger Vogel Convention Center.
(Bild: Stefan Bausewein)

Immer mehr gebrauchte Elektroautos finden ihren Weg in den Handel. Für viele Autohäuser stellt ihre Vermarktung nach wie vor eine große Herausforderung dar – doppelt so lange Standzeiten wie bei Verbrennern sind keine Seltenheit. Die neue E-Auto-Förderung, die Gebrauchtwagen außen vor lässt, könnte für zusätzliche Belastung sorgen. Strategien für ein erfolgreiches Elektro-Gebrauchtwagen-Geschäft waren deshalb eines der Schwerpunkt-Themen auf dem Deutschen Remarketing Kongress 2026, den die »kfz-betrieb«-Schwestermarke »Gebrauchtwagen Praxis« am 25. Februar veranstaltet hat.

Joachim Heim, Direktor Network Performance bei Dekra Automotive Solutions Germany, nannte mehrere Hebel, die Betriebe bedienen können, um Elektroautos an die Kunden zu bringen. Als Ausgangspunkt nannte er motiviertes, kompetentes Verkaufspersonal. Auch Verkäufer seien schließlich nicht frei von den Verunsicherungen rund um die Elektromobilität, von zu geringer Reichweite bis hin zu unzureichender Ladeinfrastruktur und Sicherheitsrisiken. „Wir müssen Vorbehalte bei den Verkäufern auflösen“, sagt Heim. Viele Kunden seien neugierig auf Elektroautos. „Aber wenn der Verkäufer nicht überzeugt ist, kann er nicht überzeugen“, so der Dekra-Experte.