Pkw-Umschreibungen Gebrauchtwagenmarkt entzieht sich dem Absturz

Von Andreas Grimm 1 min Lesedauer

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Der Gebrauchtwagenmarkt bleibt stabil. Die Entwicklung im August war zwar nicht überbordend, aber auch nicht schlecht. Allerdings ist die Zahl der Suchanfragen bei der Plattform Autoscout 24 zuletzt deutlich zurückgegangen.

Der Gebrauchtwagenmarkt entwickelte sich im August stabil – immerhin.(Bild:  Grimm – VCG)
Der Gebrauchtwagenmarkt entwickelte sich im August stabil – immerhin.
(Bild: Grimm – VCG)

Der Gebrauchtwagenmarkt wird zunehmend zur Stütze des Automobilhandels. Angesichts des starken Rückgangs der Neuzulassungen im August um 28 Prozent ist das leichte Plus im Gebrauchtwagensektor von 1,0 Prozent ein positives Zeichen. 538.014 Pkw fanden im vergangenen Monat einen neuen Halter. Im Juli war die Zahl der Pkw-Besitzumschreibungen allerdings noch um 16 Prozent gestiegen.

Nach acht Monaten zeigt sich ein insgesamt robuster Gebrauchtwagenmarkt. Die Zahl der Pkw-Halterwechsel summiert sich auf 4,39 Millionen Einheiten – das ist ein Plus von 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dabei verlief die Entwicklung bislang sehr wechselhaft. Entwicklungen im zweistelligen Plus-Bereich wechselten sich ab mit teils leichten Rückgängen. Damit liegt das Volumen des Gebrauchtwagenmarkts derzeit noch knapp 10 Prozent hinter dem Vergleichswert des Referenzjahres 2019 zurück.

Ein steiler Anstieg der Besitzumschreibungen war im August auch nicht unbedingt zu erwarten. In der Hauptferienzeit werden weniger Autos gesucht und gefunden. Wie die Online-Plattform Autoscout 24 mitteilt, sind die Suchanfragen im August deutlich zurückgegangen – am stärksten bei CNG-Fahrzeugen (–14,8 %) und Dieseln (–14,3 %). Aber auch E-Autos und Benziner (je –5,9 %) sowie Hybride (–3,3 %) erhalten weniger Resonanz. Einzig das boomende Nischenangebot LPG ist auch online gefragt: Entsprechende Suchanfragen nahmen um 1,6 Prozent zu.

Schon seit einiger Zeit zeigt sich dabei in den Statistiken von Autoscout 24 das Paradox, dass die Preise trotz vermeintlich sinkender Nachfrage steigen. Im August kletterten sie im Schnitt um 0,6 Prozent. Gleiches gilt für die Entwicklung der Standtage, die die Plattform Mobile.de ausweist. Deren Daten zufolge blieb ein Fahrzeuginserat im August im Schnitt 92,1 Tage online – einen knappen Tag kürzer als im Vorjahresmonat (–0,9 %).

Erstaunlicherweise standen vor allem jene Fahrzeuge deutlich länger auf den Höfen, deren ausgedünntes Angebot bei den Herstellern oft bedauert wird: Minis standen im August im Schnitt 89,6 Tage (+ 20,2 %), Kleinwagen 94,3 Tage (+3,9 %).

Blickt man auf die anderen Fahrzeugklassen, zeigt sich auch hier ein insgesamt positives Bild des Gebrauchtwagenmarkts. Die Umschreibungen bei den Lkw legten um 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu (33.245 Einheiten) – im Gesamtjahr ist dieses Segment sogar mit 8,5 Prozent im Plus. Zudem wechselten 2,1 Prozent mehr Busse (542 Einheiten) und 4,1 Prozent mehr Krafträder (50.040 Einheiten) den Halter. Nur bei den Zugmaschinen ging es um 3,0 Prozent in den Keller.

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