Pkw-Besitzumschreibungen Der Gebrauchtwagenmarkt zieht stark an

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Mehr Neuwagen, mehr Gebrauchtfahrzeuge – die Rechnung scheint derzeit aufzugehen, die Zahl der Pkw-Halterwechsel steigt deutlich. Doch nicht alle Kennzahlen des Marktes sind positiv.

Das Volumen am Gebrauchtwagenmarkt wächst zunehmend, doch die Preise haben wohl ihren Höchststand überschritten.(Bild:  Grimm – »kfz-betrieb«)
Das Volumen am Gebrauchtwagenmarkt wächst zunehmend, doch die Preise haben wohl ihren Höchststand überschritten.
(Bild: Grimm – »kfz-betrieb«)

Der Gebrauchtwagenmarkt erholt sich im Fahrwasser steigender Neuzulassungen inzwischen deutlich. Wie aus den Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts hervorgeht, legte die Zahl der Pkw-Besitzumschreibungen im Juni auf 536.458 Einheiten zu. Das waren 13,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat – und ist der bei Weitem stärkste Anstieg in diesem Jahr. Die Pkw-Neuzulassungen hatten im Juni um ein Viertel zugelegt.

Die vermehrten Halterwechsel sind das Ergebnis einer besseren Verfügbarkeit an Fahrzeugen durch die Ersatzbeschaffungen im Neuwagenmarkt. Im ersten Halbjahr legte die Zahl der Neuzulassungen um fast 13 Prozent zu, da die Automobilindustrie ihre Lieferprobleme inzwischen weitgehend überwunden hat. Die Zahl der Pkw-Besitzumschreibungen stieg zwischen Januar und Juni um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf fast exakt 3,0 Millionen Einheiten.

Gleichwohl bleibt das Volumen des Gebrauchtwagenmarktes noch deutlich hinter früheren Jahren zurück. Im Jahr 2019 hatten zum Halbjahr 3,61 Millionen Pkw den Halter gewechselt. In den Jahren 2020 bis 2022 waren allerdings auch gut 2 Millionen Neufahrzeuge weniger auf die Straßen gekommen, als im langjährigen Mittel üblich gewesen wäre.

Laut der Fahrzeugbörse Autoscout 24 zeigt sich die Entspannung des Gebrauchtwagenmarkts auch an den Preisen. Den Angaben zufolge sinkt der durchschnittliche Angebotspreis für die auf der Plattform angebotenen Fahrzeuge leicht, während das Angebot über alle Segmente hinweg im Vergleich zum Vormonat ansteigt. Interessant ist aus Sicht von Stefan Schneck, Vertriebschef Deutschland bei Autoscout 24, dass die Nachfrage vor allem bei günstigeren und kleineren Fahrzeugen anzieht. Angespannt sei der Markt für gebrauchte Elektrofahrzeuge.

Ähnliche Beobachtungen liefert die Plattform Mobile.de: Auch dort ist der durchschnittliche Angebotspreis leicht rückläufig, während die Standzeiten steigen. „Die Zeiten zügiger Abverkäufe mit unter 80 Standtagen im Schnitt scheinen vorerst vorbei zu sein“, sagt Martin Fräder, Head of Sales bei Mobile.de.

Blickt man auf die anderen Fahrzeugklassen im Bericht des Kraftfahrt-Bundesamts, zeigt sich eine durchgängige Erholung des Gebrauchtfahrzeugmarkts. Insbesondere die Halterwechsel bei Lkw legten stark zu – um 11,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 33.345 Einheiten. Auch bei den Zugmaschinen (+1,4 %) sowie bei den Omnibussen (+2,0 %) war die Tendenz im Juni positiv. Beide Segmente sind auf Halbjahressicht allerdings noch rückläufig im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

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