Tesla Gebrauchtwagenpreise auf Talfahrt

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Der Anblick eines Teslas ist normal geworden. Allerdings kommt der Aufschwung auf dem Gebrauchtwagenmarkt nur verzögert an. Dort sinken aus mehreren Gründen die Preise für gebrauchte Modelle.

Gebrauchte Tesla-Fahrzeuge erreichen zunehmend den Gebrauchtwagenmarkt. Gleichzeitig sinken die Restwerte.(Bild:  Grimm – VCG)
Gebrauchte Tesla-Fahrzeuge erreichen zunehmend den Gebrauchtwagenmarkt. Gleichzeitig sinken die Restwerte.
(Bild: Grimm – VCG)

Tesla-Fahrzeuge sind auf Deutschlands Straßen Alltag geworden. Das Fabrikat stellte bis Ende August 2,5 Prozent der Neuzulassungen. Und was als Neuwagen startet, kommt irgendwann im Gebrauchtwagenmarkt an. Dort bleiben Tesla-Modelle bislang dennoch eine Ausnahmeerscheinung. Gerade mal 0,1 Prozent der Pkw-Besitzumschreibungen entfielen im Jahresverlauf 2023 auf die US-Elektromarke. Grundsätzlich ist dieser geringe Wert nicht verwunderlich: Vor drei Jahren kam Tesla erst auf einen Marktanteil von 0,5 Prozent. Davon wiederum waren nur wenige Fahrzeuge gewerblich genutzt, sodass über diesen Kanal und ausgehend von der typischen dreijährigen Leasingdauer bislang Tesla-Fahrzeuge nur selten als Gebrauchtwagen in den Markt kommen. Dazu kommt, dass Privatkunden ihre Autos im Schnitt länger halten, weshalb dieser Besitzerkreis bislang ebenfalls nur wenige Fahrzeuge zum Verkauf stellt oder in Zahlung gibt. Geschätzt dürften 2023 etwa 6.500 Tesla einen neuen Besitzer finden (4.378 bis Ende August).

Privat gekaufte Tesla-Modelle werden im Verkaufsfall in der Regel im Kfz-Handel landen, da diese Halter meist keine Erfahrungswerte mit der Einpreisung von E-Autos haben. „BEV aus Privatbesitz haben eine relativ hohe Inzahlungnahmequote, woraus dann wieder ein Händlerangebot resultiert“, heißt es dazu von der DAT. Auf der Plattform Mobile.de sind etwa 90 Prozent der BEV-Inserate von Händlern.