VW-Rückrufe Gefahren durch Heckdiffusor und Airbags

Von Niko Ganzer 2 min Lesedauer

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Etwa 5.500 Einheiten des VW Tayron müssen in die Werkstätten. Bei ihnen muss der Heckdiffusor überprüft werden. Drei andere Maßnahmen kümmern sich um verschiedene Airbags. Fünf Modellreihen sind sogar von einem Belegungsverbot für den Beifahrersitz betroffen.

Der VW Tayron hat einige sicherheitsrelevante Probleme. In einigen Fällen dürfen Passagiere nicht mehr auf den Beifahrersitz.(Bild:  VW)
Der VW Tayron hat einige sicherheitsrelevante Probleme. In einigen Fällen dürfen Passagiere nicht mehr auf den Beifahrersitz.
(Bild: VW)

Volkswagen ruft den in diesem Jahr gestarteten Tayron zurück. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) seit vergangener Woche meldet, muss fast die Hälfte der über 11.500 betroffenen Fahrzeuge aus dem Bauzeitraum 24. November 2024 bis 21. Mai 2025 in deutsche Vertragsbetriebe. Dort überprüfen die Mitarbeiter die Befestigung des Heckdiffusors.

Das Bauteil sei aufgrund eines Montagefehlers nicht ordnungsgemäß befestigt, warnte die Behörde. „Der Heckdiffusor kann sich während der Fahrt komplett vom Fahrzeug lösen und in den Verkehrsraum geraten“. Angaben zur Dauer der Abhilfemaßnahme mit dem internen Code „66A1“ liegen noch nicht vor. Unter der Hotline-Nummer 0800/8655792436 können diese und andere Fragen gestellt werden.

Es ist übrigens nicht der erste Rückruf für das neue SUV. Zwei andere Aktionen beschäftigten sich mit dem Airbag. Zwischen dem 18. Dezember 2024 und 1. Februar 2025 wurden die Kopfairbags in der zweiten Sitzreihe an der C-Säule unter Umständen nicht korrekt eingebaut. Die Schutzwirkung des Airbags wäre in diesem Fall beeinträchtigt. Die Überprüfung der Verbausituation und gegebenenfalls die Neupositionierung des Airbags läuft intern unter der Kennnummer„69OX“. Eine Stückzahlangabe fehlt bislang, da das KBA die Maßnahme noch nicht in seine Datenbank aufgenommen hat.

Anders die Situation beim Rückruf „69TE“, der dem KBA zufolge seit dem vergangenen Februar für 1.637 Tayron-Fahrzeuge gilt, davon 683 in Deutschland. Die Autos liefen im Januar 2025 mit einer fehlerhaften Schalttafel vom Band, was zur Beeinträchtigung der Schutzwirkung des Beifahrerairbags führen kann. Die Schalttafel werde auf das Vorhandensein des Fehlers überprüft und gegebenenfalls instand gesetzt, kündigte die Behörde damals an. Dies dürfte noch vor der Auslieferung erfolgt sein.

VW: Beifahrersitz nicht mehr nutzen!

Apropos Airbag: Am Wochenende vermeldete die „Bild“-Zeitung einen weiteren VW-Rückruf wegen des Lebensretters auf der Beifahrerseite. Halter eines Polo, Passat, Taigo, ID.7 und ID.Buzz seien angewiesen worden, den Beifahrersitz bis zur Reparatur nicht mehr zu nutzen. Wann diese stattfinden könne, sei aber noch ungewiss. Der Aktionscode „69UN“ gilt nach unseren Informationen je nach Modell für unterschiedliche Bauzeiträume zwischen September 2022 und Mai 2025 – weltweit für insgesamt über 16.000 Einheiten.

Zahlen für den deutschen Markt hat das KBA bislang noch nicht veröffentlicht. Die Aktion hat übrigens nichts mit der Takata-Problematik zu tun. Einige Redaktionen hatten die „Bild“-Meldung falsch zitiert und diesen Zusammenhang eigenmächtig hergestellt.

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