Gefahren: Kia Ceed GT – Kompaktklässler mit Turbo-Power

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Innen finden sich mit schwarzem Leder und Veloursleder bezogene Recaro-Sportsitze, auf denen – genau wie an der Unterseite des Lenkrads – ein rotes GT-Logo prangt. Rote Nähte an Türverkleidungen, Lenkrad, Schaltkauf und Sitzen sowie Aluminium-Pedale geben dem Interieur eine sportliche Note.

Unter der Haube steckt Kias 1,6-Liter-GDI, dem die Ingenieure mithilfe eines Twin-Scroll Turboladers 51 Prozent mehr Leistung (150 kW/204 PS) im Vergleich zum regulären Modell eingehaucht haben. Das maximale Drehmoment stieg sogar um 61 Prozent auf 265 Nm.

Auch beim Fahrwerk legten die Entwickler deutlich Hand an. Die Stoßdämpfer wurden härter ausgelegt, die Federn sind 10 Prozent straffer als beim regulären Ceed. Zudem wurden an der Hinterachse ein stärkerer Stabilisator und an der vorderen Radaufhängung steifere Fahrwerksbuchsen verbaut. Die Karosserie ist im Vergleich zum Grundmodell um zwei Millimeter tiefergelegt.

Kompromiss zwischen Komfort und Fahrspaß

Trotz aller Sportlichkeit sollen die GT-Modelle keine brettharten Fahrmaschinen sein, sondern einen guten Kompromiss zwischen Komfort und Fahrspaß bieten. Das entspricht auch in etwa dem Eindruck, der auf den ersten Testfahrten mit dem Ceed GT in und um Frankfurt entstand. Das Auto sprintet ordentlich voran, ohne sich als zu aggressiv zu erweisen. Die Kraftentfaltung des Turbo-Triebwerks entpuppt sich als sehr homogen und selbst im sechsten Gang auf der Autobahn geht dem GT nicht so leicht die Puste aus. Unebenheiten meistert das Fahrwerk immer noch recht souverän. Auf kurviger Strecke im Taunus bleibt der Kompakt-Sportler brav in der Spur. Eine etwas direktere Lenkung wäre jedoch wünschenswert.

Kia Ceed GT: Turbo-Power in der Kompaktklasse
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Die Sportsitze bieten ordentlich Seitenhalt und sind so bequem, dass man auch problemlos längere Strecken im GT absolvieren kann. Nettes Feature: Die Instrumenteneinheit lässt sich anpassen. Das mittlere TFT-Display zeigt entweder einen Tachometer als traditionelles Rundinstrument an, wie man es auch von analogen Instrumenten gewohnt ist. Schaltet man jedoch in den so genannten GT-Modus, erscheint die Geschwindigkeit in großen Ziffern in der Mitte, während an der Seite das Drehmoment und der Turbo-Ladedruck dargestellt werden. Wie bereits im regulären Ceed wirkt das Multifunktionslenkrad etwas überfrachtet. Hier hätte man den einen oder anderen Schalter besser anderswo untergebracht.

Den Verbrauch beziffert Kia mit 7,4 Litern Super auf 100 Kilometer, was einem CO2-Ausstoß von 171 Gramm pro Kilometer entspricht. In der Praxis dürfte dieser Wert jedoch schwer zu erreichen sein, schon allein weil das Auto nun einmal zu einem nicht unbedingt vorsichtigen Umgang mit dem Gasfuß verleitet. Auf der ersten Testfahrt wies das Display dann auch einen Durchschnittsverbrauch von knapp elf Litern aus. Eine zweite, deutlich vorsichtiger gefahrene Runde schlug mit knappen neun Litern zu Buche.

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