Gefahren: Kia Stonic – bunte Mischung
Die Koreaner starten am 30. September auch im B-SUV-Segment. Aufgrund des erwarteten starken Wachstums dieser Fahrzeugklasse soll sich der poppige Stonic zu einem der Bestseller in der Kia-Palette entwickeln.
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Jetzt also auch Kia: Mit dem Stonic will der Autobauer sich seinen Anteil am boomenden Segment der B-SUVs sichern, in dem inzwischen praktisch alle namhaften Hersteller vertreten sind. Ab 30. September steht das Auto, das sich in der Palette unterhalb des Sportage ansiedelt, in den Schauräumen der deutschen Kia-Händler.
„Auf dem europäischen Markt werden nach Expertenprognosen die B-SUVs bis 2020 die C-Segment-SUVs vom Absatz her überholen. Denn das B-SUV-Segment zieht nicht nur Fahrer von Kleinwagen an, sondern ist auch für Käufer interessant, die sich bisher für kompakte Familienautos oder Kompakt-MPVs entschieden haben“, sagt Steffen Cost, Geschäftsführer (COO) von Kia Motors Deutschland. Dabei rechnet Kia nicht mit großen Kannibalisierungseffekten, sondern erwartet vor allem wechselwillige Kunden.
Cost verspricht sich viel von dem neuen Modell. „Wir gehen davon aus, dass der Stonic unter den meistverkauften Kia-Modellen künftig Platz drei, wenn nicht sogar Platz zwei belegen wird“, schätzt der Manager. Eine konkrete Absatzerwartung ließ sich Cost nicht entlocken. Zur Einordnung: An erster Stelle in der Absatzstatistik steht bei Kia aktuell der Sportage, für den sich in den ersten acht Monaten des Jahres 24 Prozent der Kia-Käufer entschieden haben. Es folgen der Ceed (17 %) und der Picanto (15 %).
Der Stonic teilt sich die Plattform mit dem Kia Rio. Er ist allerdings nicht einfach ein hochgebockter Kleinwagen, sondern kommt als echtes SUV mit eigenständigem Design daher. Anders als viele Konkurrenten liefert Kia den Stonic allerdings lediglich mit Frontantrieb aus. „Der Allradanteil innerhalb des Segments war in den letzten Jahren rückläufig und liegt inzwischen unter zehn Prozent“, begründet Produktmanager Ivan Batard die Entscheidung des Autobauers.
Ein Hoch auf die Individualität
Kia bietet für den Stonic so viele Individualisierungsmöglichkeiten an wie in keinem Modell zuvor. So gibt es eine Zweitonlackierung mit einer Kontrastfarbe am Dach. Neun Außenfarben sind mit fünf Dachfarben kombinierbar, insgesamt sind 20 unterschiedliche Varianten möglich. Auch innen können Stonic-Käufer zumindest in den höheren Ausstattungslinien gestalterisch tätig werden: Zierleisten und Kontrastnähte sind in drei unterschiedlichen Farben wählbar.
Das Sitzgefühl ist luftig, die Kopf- und Schulterfreiheit ist in der ersten Reihe mehr als ausreichend. Hinten wird es naturgemäß ein bisschen enger. Der Kofferraum fasst mit 352 Litern etwas mehr als der Rio, ein doppelter Boden ist Serie. Beim Umklappen der 60 zu 40 geteilten Rückbank entsteht eine ebene Ladefläche und es passen bis zu 1.155 Liter in den Stonic.
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