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Ein weiterer Pluspunkt beim neuen Camry: das großzügige Raumangebot. Vor allem die Beinfreiheit für die Fondpassagiere kann sich dank der Positionierung der ebenfalls neu entwickelten Nickel-Metallhybrid-Batterie unter die Rücksitze sehen lassen. Der Kofferraum ist mit einem Volumen von 524 Litern ebenfalls ordentlich dimensioniert. Auffällig ist auch die gute Rundumsicht auf den Vordersitzen: Erreicht haben die Entwickler das außer durch eine extrem schlanke A-Säule auch über ein flaches Armaturenbrett und eine niedrige Motorhaube. Der Innenraum ist durch den Einsatz von Softtouchmaterialien und Blenden mit Holzmaserdekor gediegen-elegant, das Cockpit ist klar fahrerorientiert, die Bedienelemente sind dezent platziert, und der Sitzkomfort ist hoch.
Neu entwickelter Hybridantrieb
In puncto Motorisierung haben die Käufer nicht die Qual der Wahl: Der neue Camry ist lediglich mit einem neuen, kultivierten 2,5-Liter-Hybridantrieb erhältlich, der eine Gesamtsystemleistung von 160 kW/218 PS bietet und der in der Business-Edition 98 g/CO2 emittiert. Er beschleunigt in 8,3 Sekunden von Null auf 100 km/h. Wie bei Toyota und Lexus üblich, ist bei einer Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h Schluss. Offiziell gibt Toyota den kombinierten Verbrauch mit 4,3 Litern an. Auf den Testfahrten, die vorwiegend auf Landstraßen stattfanden, zeigte der Bordcomputer rund 5,3 Liter an. Kombiniert ist der Motor mit einem stufenlosen Automatikgetriebe, das gut zum Camry passt, jedoch zu beherzte Tritte auf das Gaspedal mit einem unschönen Jaulen quittiert.
Die Ausstattungspakete sind ebenfalls auf zwei beschränkt: Neben der 39.990 Euro teuren Business-Edition steht lediglich noch eine 42.390 Euro teure Executive-Variante zur Wahl. Schon in der Basisausstattung ist dabei ein großzügig geschnürtes Sicherheitssystembündel mit an Bord, inklusive Spurhalte- und Fernlichtassistenten, einem Pre-Crash-Safty-System mit Fußgängererkennung, einer adaptiven Geschwindigkeitsregelung und einer Verkehrsschilderkennung.
Auch elektrisch verstellbare Ledersitze, eine Klimaautomatik, ein Smart-Key-System, Einparksensoren vorne und hinten samt Rückfahrkamera, eine Sitzheizung und ein neues Luftreinigungssystem sind serienmäßig verbaut. Bei der Executive-Ausstattung kommen unter anderem noch ein Toter-Winkel-Warner, ein Navigationssystem, LED-Scheinwerfer und ein kabelloses Smartphoneladegerät dazu. Die für den Camry bedeutende Taxiumrüstung kostet 1.773,10 Euro. Vorerst nicht vorgesehen für den deutschen Markt ist ein Head-up-Display. Als Begründung nennt Toyota, dass die Hauptzielgruppe, die Taxiunternehmer, darauf keinen Wert lege.
Fazit: Der Camry wird es trotz seines klangvollen Namens und des stimmigen Gesamtpakets nicht leicht haben, in Deutschland Fuß zu fassen. Aber das ist Toyota auch durchaus bewusst, wie die niedrigen Verkaufsziele zeigen. In der angepeilten Zielgruppe, allen voran den Taxiunternehmen, hat das neue Hybridmodell durchaus gute Chancen: Es ist im direkten Vergleich zum Prius und dem Prius+ deutlich hochwertiger und komfortabler, und es kann gerade im dichten Stadtverkehr seine Stärken voll ausspielen.
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