Gefahren: VW Beetle Cabrio
Die zweite Generation des Beetle nach dem Ableben des Originals 1980 kommt deutlich sportlicher daher als der Vorgänger – das gilt auch für die offene Version. In der Basis teilt sie ein Detail mit ihrem Ahnen.

Auch wenn der Blick aus dem Fenster etwas anderes zeigt und der Winter die Republik noch fest im Griff hat – der Frühling kommt so sicher wie die nächste Cabriosaison, der neue offene VW Beetle kommt da gerade recht und vor allem rechtzeitig. Ab dem 22. Februar wird der Wolfsburger mit mexikanischem Migrationshintergrund (gebaut in Puebla) bei den heimischen Händlern stehen und ab 21.350 Euro zu haben sein.
Dabei ist der „neue Beetle“ nicht etwa der „New Beetle“, sondern der Nachfolger dieses zwischen 2003 und 2010 gebauten Modells, gleichzeitig eine Art Enkel des VW Käfer Cabrio, dessen Erfolgsgeschichte 1949 begann, erst 1980 endete und jetzt von der neuen Generation fortgeschrieben werden soll.
Die hat im Vergleich zur zweiten Auflage nicht nur in den Abmessungen zugelegt, sondern vor allem optisch deutlich gewonnen. Mit seinen jetzt 4,27 Metern Länge überragt der neue Beetle den New Beetle gleich um 15 Zentimeter, in der Breite um ebenfalls 8,4 Zentimeter (nun 1,80 Meter ohne Außenspiegel), was bei gleichzeitig um 2,9 Zentimeter flacherer Dachlinie (1,47 Meter) zu richtig guten, weil fast schon sportlichen Proportionen führte.
Sportlich, aber irgendwie auch störend, wirkt vor allem der serienmäßige Heckspoiler, der von unten in Schwarz, von oben in Wagenfarbe lackiert ist. Er ist aber nicht aus Design-, sondern aus technischen Gründen dort platziert, kann ein neues Beetle Cabrio doch immerhin 223 km/h schnell werden, wenn man sich für die Top-Motorisierung, den 147 kW/200 PS starken 2,0-Liter-Turbobenziner entschieden hat.
Alternativen sind das auch den Einstiegspreis bestimmende Basisaggregat, der 1.2 TSI mit 77 kW/105 PS und ein 1,6-Liter-Motor mit 118 kW/160 PS, während es für die Dieselfans die TDI mit 1,6 und 2,0 Litern Hubraum sowie 77 kW105 PS und 103 kW/140 PS gibt.
Eine gute Wahl ist das für alle zur Verfügung, allerdings auch mit Aufpreisen von gut 2.000 Euro in der Preisliste stehende Direktschaltgetriebe DSG, das je nach Motorisierung über sechs oder sieben Stufen verfügt. Eine weniger gute Wahl ist indes die Basisversion. Die hat nicht allzu viel zu bieten, ein CD-Radio mit diversen Anschlussmöglichkeiten für all die modernen Musikträger, eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung und die von VW bekannten und zu erwartenden Sicherheitsausstattungen sind schon an Bord, nicht aber eine heutzutage eigentlich kaum verzichtbare Klimaanlage. Aber die hatte der Urahn auch nicht.
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