Gehlert: Von der Baracke zum Großbetrieb

Autor / Redakteur: Joachim von Maltzan / Joachim von Maltzan

Der Freiburger Autohändler Gehlert wuchs mit Volkswagen und Audi

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Aller Anfang ist schwer – so auch der des Autohauses Gehlert in Freiburg. Bernhard Kannenberg, Inhaber von Baden-Auto, Wolfgang Gehlert und Heinz Gröschel gründeten 1961 das VW-Autohaus Gehlert. Die erste Wirkungsstätte des heutigen Unternehmens war im Unternehmen des Gesellschafters Kannenberg; dort startete das Autohaus Gehlert als Untermieter.

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Im gleichen Jahr noch konnte das Gehlert-Team dann endlich eigene Räume in einer neuen Betriebsanlage in der Karlsruherstraße in Freiburg beziehen. Aber dieser Bau stand unter keinem guten Stern. Schon im Januar 1969 vernichtete ein Großbrand die erst acht Jahre alte Betriebsanlage. Der heutige geschäftsführende Gesellschafter Franz-Xaver Grünwald, der 1977 die Führung des Unternehmens übernahm, war von Anfang an dabei. Er erinnert sich: „Unbekannte Täter legten nach einem Einbruch Feuer, und so wurde fast der gesamte Betrieb ein Raub der Flammen. Aus den Trümmern buddelten wir den Kassenschrank aus. Wir öffneten ihn und stellten fest, dass anscheinend die Papiere und Kfz-Briefe unversehrt waren. Aber beim Anfassen zerfielen sie alle in Staub und Asche.“

Ein zweiter Neustart

Weiter ging es dann erstmal in notdürftig errichteten Baracken, während Architekt und Maurer erneut tätig werden mussten. Im Herbst 1969 konnte das Autohaus Gehlert endlich seinen zweiten Neubau in der Karlsruherstraße beziehen. Systematisch baute Grünwald den Betrieb in der Folgezeit aus. Wichtig war ihm dabei vor allem der Kontakt zu seinen Mitarbeitern und zu den Kunden.

Er ist heute stolz darauf, eine Mannschaft mit vielen langgedienten Weggefährten zu haben. Fluktuation ist ein weitgehend unbekanntes Wort im Autohaus Gehlert. Die Mitarbeiter verstehen sich als eine Familie, und seine Familie verlässt man nicht so schnell. Die Serviceleistungen, für die das Autohaus im Laufe der letzten Jahre ausgezeichnet wurde, unterstreichen das. Beispielsweise wurde das Gehlert-Audi-Team 2006 und 2009 deutscher Meister und 2007 Weltmeister beim Audi-Twin-Cup. Stolz verweist Grünwald auf die Flyer im Ausstellungsraum. „Best of the Best: Gehlert“ und „Wir sind Weltmeister“ steht darauf. Dass solche Leistungen beflügeln und die Mannschaft zusammenschweißen, davon ist er überzeugt.

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