Digitale Krankmeldung Gelber Schein ade

Autor / Redakteur: Harald Czycholl / Martin Achter

Ab Oktober sollen für gesetzlich versicherte Beschäftigte die „gelben Scheine“ bei einer Krankmeldung durch eine digitale Variante ersetzt werden. In Tests funktionierte das Verfahren bereits. Was auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer zukommt.

Abschied ab Oktober: Arbeitgeber wie Kfz-Betriebe sollen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen von Mitarbeitern künftig komplett digital übermittelt bekommen. Damit ändert sich eine lange gelebte Praxis grundlegend.
Abschied ab Oktober: Arbeitgeber wie Kfz-Betriebe sollen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen von Mitarbeitern künftig komplett digital übermittelt bekommen. Damit ändert sich eine lange gelebte Praxis grundlegend.
(Bild: Thorsten Malinowski)

Eine Institution der Arbeitswelt steht vor dem Aus: Der sogenannte „gelbe Schein“, also die Krankschreibung, wird digital. Das soll Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Krankenkassen gleichermaßen entlasten. Beginnend ab Oktober dieses Jahres soll die vom Arzt ausgestellte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auf Papier schrittweise durch eine digitale Bescheinigung ersetzt werden.

Bürokratie abbauen

Die Neuregelung ist Teil eines umfangreichen Gesetzespakets zum Bürokratieabbau, das der Bundestag Ende 2019 verabschiedet hat. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) rechnet dadurch allein bei den Beschäftigten mit einer Ersparnis von jährlich 19 Millionen Stunden und 77 Millionen Euro Versandkosten.