F-Kubik „Goldener Kolben“ geht 2025 an Matthias Doht

Von Steffen Dominsky 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Das Forum für Fahrzeuggeschichte, kurz F-kubik, ehrt den Mitbegründer des Vereins „Automobilbaumuseum Eisenach“, den Initiator, privaten Gründungsstifter und Geschäftsführer der Stiftung „Automobile Welt Eisenach“ sowie langjährigen Leiter des Eisenacher Automobilmuseums.

Das „Forum für Fahrzeuggeschichte“, kurz F-kubik, ehrt mit seinem Preis „Goldener Kolben“ 2025 Matthias Doht, den Mitbegründer des Vereins „Automobilbaumuseum Eisenach“.(Bild:  F-Kubik)
Das „Forum für Fahrzeuggeschichte“, kurz F-kubik, ehrt mit seinem Preis „Goldener Kolben“ 2025 Matthias Doht, den Mitbegründer des Vereins „Automobilbaumuseum Eisenach“.
(Bild: F-Kubik)

Am 3. Juli 1992 war es so weit: Mit Unterstützung der Stadt Eisenach gründeten Matthias Doht und Mitstreiter den Verein Automobilbaumuseum Eisenach e. V. Bis 1998 betrieb der Verein das Museum in Eigenregie und mithilfe von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Ab 2014 sanierte man das Museumsgebäude umfassend und verdoppelte so die Ausstellungsfläche auf mittlerweile mehr als 2.000 m². An dieser positiven und konsequenten Entwicklung war Doht entscheidend beteiligt. Der Eisenacher ist Geschäftsführer der Stiftung „Automobile Welt Eisenach“. Zudem publiziert er zu Themen des Eisenacher Automobilbaus, unter anderem das Buch „Gustav Ehrhardt – der Autopionier aus Eisenach: Die Geschichte der Motorwagen“.

Zum 1. April 2014 ging die Trägerschaft des Museums von der Stadt Eisenach auf die Stiftung Automobile Welt Eisenach unter der Leitung von Matthias Doht über. Er führt seit Juni 2014 die Geschäfte der laufenden Verwaltung und ist Leiter des Automobilmuseums „automobile welt eisenach“ (awe) in Eisenach, das einen Überblick zur mehr als 125-jährigen Geschichte des lokalen Automobilbaus bietet.

Als Oberbürgermeister die Möglichkeiten und Grenzen erkannt

Matthias Doht, 1958 in Eisenach geboren, studierte Maschinenbau und Konstruktionstechnik an der Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt (heute TU Chemnitz) und schloss 1984 als Diplomingenieur ab. Später arbeitete er als Konstrukteur für Sondermaschinen und Rationalisierungsprojekte. In seiner städtischen Funktion als hauptamtlicher Beigeordneter und Baudezernent leitete er als Mitorganisator die Gründungsversammlung des Vereins Automobilbau-Museum Eisenach e. V.

2006 wurde Matthias Doht zum Oberbürgermeister der Wartburgstadt Eisenach gewählt und erkannte, dass die angemessene Betreibung des Automobilmuseums bei den kulturellen Verpflichtungen der Stadt Eisenach sehr eingeschränkt und ein weiterer Ausbau finanziell nicht möglich war. So initiierte er privat die Gründung der Stiftung Automobile Welt Eisenach und schuf damit eine neue Museumsperspektive. Nach dem vorgelegten Betreiber- und Ausstellungskonzept beschloss der Eisenacher Stadtrat 2014 die Übertragung der Trägerschaft des Automobilmuseums an die Stiftung Automobile Welt Eisenach. Seitdem ist Matthias Doht als Geschäftsführer der Stiftung Museumsleiter der Automobile Welt Eeisenach und für den Betrieb und Erweiterung verantwortlich. Er ist zudem bis zum Jahresende 2024 Leiter des gleichnamigen Museums.

Der „Goldene Kolben“ und seine Preisträger

Der „Goldene Kolben“ wird durch die Gruppe F-kubik einstimmig und unabhängig an Personen und Institutionen verliehen. Der Preis soll die besondere Bedeutung der Fahrzeuggeschichte in der Öffentlichkeit zeigen und außergewöhnliche Leistungen und Ergebnisse ehren. Diese Auszeichnung in Form eines polierten Motorkolbens mit Gravur und Ehrennadel wird jährlich seit 2006 auf der Bremen Classic Motorshow überreicht. Und das waren bislang die Preisträger:

  • 2006: Günther Krön für die Wiederbelebung und Durchführung der historischen Fahrt „2000 km durch Deutschland
  • 2007: Karl-August Almstadt für frühe publizistische Leistungen zur Fahrzeuggeschichte als TV-Moderator und Publizist zum Aufbau und Erscheinen der Fachzeitschrift „AutoBild Klassik“
  • 2008: Winfried A. Seidel als Initiator und Betreiber der „Veterama“ sowie des Automuseums Dr. Carl Benz in Ladenburg
  • 2009: Prof. Dr. Peter Kirchberg (+) für seine langjährige Arbeit an der Universität Dresden und Dokumentationen zur Geschichte der Auto Union
  • 2010: Dipl.-Ing. Mag. phil. Wolfgang M. Buchta als Herausgeber und Chefredakteur der Fachzeitschrift „Austro-Classic“
  • 2011: Karl Reese (+) als Experten und einer der ersten Publizisten der Motorradgeschichte in einer bis dahin unbekannten Vielfalt
  • 2012: Michael Graf Wolff Metternich (+) als Interpret für die Maybach-Geschichte und entsprechende Dokumentationen und Veröffentlichungen
  • 2013: Erika Kübler für ihr Engagement zum Erhalt des Lebenswerks des Künstlers und Designers Louis L. Lepoix aus Baden-Baden
  • 2014: Ivan Mahy für seinen unermüdlichen Einsatz, eine einzigartige Fahrzeugsammlung in Belgien möglichst weitgehend der Öffentlichkeit zugänglich zu erhalten
  • 2015: Roger Gloor aus der Schweiz für langjährige, fundierte Aufbereitung der automobilen Vergangenheit in der Automobil Revue sowie in der Zeitschrift „auto exclusiv“
  • 2016: Karl Ludvigsen als Manager der Automobilwirtschaft mit den Fähigkeiten der systematischen Recherche, Aufarbeitung und weltweiten Publikation automobilhistorischer Themen
  • 2017: Johannes Th. Hübner als Automobilexperten, Publizisten und Designer, der seine Kenntnisse der Fahrzeuggeschichte einer interessierten Öffentlichkeit überzeugend vermitteln kann
  • 2018: Heiner Rössler für sein herausragendes Engagement einer lebendigen Präsentation und Dokumentation der Fahrzeuggeschichte in der Öffentlichkeit durch den Betrieb des Museums in Melle
  • 2019: Jürgen Book als Initiator des Programms „Glasurit Classic Car Colors“, der größten Farbtondatenbank der Welt, einem vorbildlichen Beitrag zur Denkmalpflege
  • 2020: Dieter Dressel für den Aufbau des Museums „Central Garage“ in Bad Homburg v.d.H. mit Organisation und Durchführung beispielhafter Ausstellungen zur Fahrzeuggeschichte
  • 2021: Matthias Kaluza für anschauliche, unterhaltsame und erlebenswerte Gestaltungen von automobilhistorischen Ausstellungen und Fachbüchern
  • 2022: Das Team vom IFA-Museum in Nordhausen für den Aufbau eines Museums zur Geschichte der Diesel-Entwicklungen und der Dokumentation der Technikgeschichte am Standort

Das „Forum für Fahrzeuggeschichte“, oder kurz F-kubik, ist eine seit 2001 agierende Gruppe von Fahrzeughistorikern, Motorjournalisten und Verlegern zur Stärkung der Bedeutung der Fahrzeuggeschichte in der Öffentlichkeit. Zu ihr zählen Eckhart Bartels, Lars Döhmann, Horst-Dieter Görg, Dr. Wolfgang Kaese, Ulrich Knaack, Christian Ludewig, Rainer Manthey, Gerhard Placke, Burkhard Schäfer, Halwart Schrader und Hans-Joachim Weise. Neben anerkannten eigenen Veröffentlichungen oder Expertisen zu historischen Fahrzeugen bündeln sie ihr Fachwissen zur Fahrzeuggeschichte bei der Mitarbeit in Projekten der Industrie, öffentlichen Einrichtungen und privaten Sammlungen sowie bei Oldtimer-Veranstaltungen und -Messen wie der Bremen Classic Motorshow. Für die interessierte Öffentlichkeit wurden Symposien zur Fahrzeuggeschichte an wechselnden Orten durchgeführt und die Beiträge namhafter Referenten in der Buchreihe „Archiv zur Fahrzeuggeschichte“ in begrenzter Auflage publiziert. Weitere Informationen findet man unter www.f-kubik.de

(ID:50259543)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung