Grünen-Chef Özdemir als Kurzpraktikant bei Auto Schmitt
Nachrüstung für ältere Dieselfahrzeuge ist möglich. Darüber informierte sich Grünen-Chef Cem Özdemir als Kurzpraktikant bei Auto Schmitt in Frankfurt.

Beim Kurzpraktikum von Grünen-Chef Cem Özdemir bei Auto Schmitt in Frankfurt am Main hat das Kfz-Gewerbe erneut seine Forderung nach einer gesetzlichen Regelung für die Hardware-Nachrüstung von Dieselfahrzeugen zum Ausdruck gebracht. „Nach unserem aktuellen Verständnis kann für rund 95 Prozent aller Dieselkraftfahrzeugtypen ein Nachrüstsystem entwickelt werden“, sagte Bundesinnungsmeister Wilhelm Hülsdonk.
In der Werkstatt des Autohauses von ZDK-Präsident Jürgen Karpinski informierte sich Cem Özdemir über das Dieselnachrüstsystem der Twintec Baumot Group für einen Volkswagen Passat mit Euro-5-Norm.
Anschließend sagte der Grünen-Chef: „Unsere Kraftfahrzeugbranche hat die Technik und das Know-how dafür, den Diesel nachzurüsten. Jetzt muss die Politik klar mit Richtlinien dafür sorgen, dass die Leute, die sich im guten Glauben einen Diesel gekauft haben, nachher nicht die Gelackmeierten sind.“
Der Diesel müsse wirkungsvoll nachgerüstet werden, damit sie am Ende nicht in die Fahrverbote hineinfahren. „Das Gute ist, wir haben die Unternehmen dafür, die die Nachrüstung machen können. Diejenigen, die hart gespart haben für ihren Diesel, dürfen nachher nicht die Leidtragenden sein.“
Marcus Hausser, Vorstandsvorsitzender der Baumot Group sagte: „Unabhängige Messungen mit unserem BNOx-System haben bewiesen, dass mit einer Nachrüstung echte Euro-6-Werte erreicht werden. Wir gehen absolut konform mit dem Kfz-Gewerbe, dass in so gut wie allen Fällen eine Nachrüstung möglich ist und mit einem Wirkungsgrad von 90 Prozent des BNOx-Systems Fahrverbote abgewendet werden können. Sobald die Politik die entsprechenden Regelungen verabschiedet hat, werden wir das System für alle infrage kommenden Fahrzeuge anpassen.“

Auch ZDK-Präsident Jürgen Karpinski äußerte sich: „Seit unserem Vorstandsbeschluss vom Mai dieses Jahres kämpfen wir für eine Hardware-Nachrüstung für Dieselfahrzeuge. Täglich erleben wir in unseren Kfz-Betrieben, dass die Menschen verunsichert sind und wegen drohender Fahrverbote einen großen Bogen um den Diesel machen.“ Euro-5-Fahrzeuge stünden „wie Blei“ bei den Händlern, Kundenfahrzeuge verlören an Wert. „Daher muss alles dafür getan werden, diese Fahrzeuge mit Hardware-Nachrüstung zukunftsfähig zu machen. Denn der Dieselantrieb ist sparsam und effizient und für das Erreichen des CO2-Grenzwerts von 95 Gramm pro Kilometer ab 2020 unverzichtbar“, sagte Karpinski.
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