GTÜ-Reifentest: Falken mit bestem Preis-Leistungs-Verhältnis
Überraschende Ergebnisse und hohe Leistungsdichte kennzeichnen den Sommerreifentest von GTÜ und ACE. Frühere Siegermarken finden sich nur im Mittelfeld.
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Testsieger: Falken. Bei der Reifenmarke aus dem japanischen Sumitomo-Konzern dürften in diesem Frühjahr die Sektkorken knallen, denn mit dem Azenis FK 510 hat es schon der zweite Reifen des Hauses zu Testsiegerehren gebracht. Zuvor schaffte dies der Sincera SN 832 Ecorun im ADAC-Reifentest.
Die Sachverständigenorganisation GTÜ hat zusammen mit dem Auto Club Europa elf Reifen der Größe 235/45 R18 getestet. Der Sieger von Falken überzeugte sowohl in den einzelnen Testdisziplinen als auch beim Preis. Er erzielte beispielsweise mit 40,89 Metern Bremsweg aus 100 km/h den Bestwert auf nasser Strecke, und mit 554 Euro für einen Satz Reifen liegt der Falken im Mittelfeld aller getesteten Reifen (Preisspanne für einen Satz Reifen im Test: von 362 bis 774 Euro, Preise: Stand Januar 2018, ermittelt durch den Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk).
Die Seriensieger landen nur im Mittelfeld
Auf dem zweiten Platz rangiert mit dem Kumho Ecsta PS 71 gleich die nächste Überraschung – punktgleich mit dem Nokian Z-Line. Beide sind mit knapp 450 Euro (Kumho) und etwa 500 Euro (Nokian) sogar noch günstiger als der Testsieger. Jedoch schneiden sie in der Summe der technischen Eigenschaften etwas schlechter ab als der Pneu von Falken. Beim Nassbremsen brauchen sie beispielsweise mit 41,79 Metern (Kumho) und 42,07 Metern (Nokian) aus 100 km/h knapp einen Meter mehr als der Falken (40,89 Meter).

Selbst der günstigste Reifen im Test, der Premitra 5 des taiwanesischen Herstellers Maxxis (362 Euro), bietet insgesamt noch gute Werte, insbesondere auf trockener Strecke. Dort bremste der Testwagen innerhalb von 34,25 Metern von 100 km/h bis zum Stillstand. Damit erzielt Maxxis in dieser Kategorie den dritten Platz.
Und wo sind die Seriensieger aus den großen Reifenkonzernen? Besonders das Abschneiden des Continental Premium Contact 6, der lediglich im Mittelfeld landet, überrascht etwas. Auch Pirelli P Zero, Goodyear Eagle F1 Asymmetric 3 und Michelin Primacy 3 finden sich relativ weit hinten in der Tabelle. Allerdings: Bei diesen Reifen wirkt sich der relativ hohe Preis negativ aus, der in dem ansonsten engen Feld für die letztlich entscheidenden Punktverluste sorgt.
Insgesamt war das Feld der Sommerreifen in diesem Jahr nämlich so eng beieinander wie bei keinem bisherigen Reifentest von GTÜ und ACE: Alle elf Sommerreifen erhalten das Testurteil „empfehlenswert“. Dem Testsieger Falken Azensis FK 510 fehlt letztendlich nur ein Punkt zu „sehr empfehlenswert“.
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