Rückrufe Händler bekommen den Unmut der Kunden ab

Von Hanno Boblenz 5 min Lesedauer

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Die Zahl der Pkw-Rückrufe ist zuletzt massiv gestiegen. Sie belasten auch die Flottenbetreiber, kritisiert der Bundesverband Betrieblicher Mobilität. Geschäftsführer Axel Schäfer erklärt, warum Händler und Hersteller stärker in die Verantwortung genommen werden sollten.

Rückrufe kosten Zeit, Nerven und auch Geld. Für Fuhrparks wird es ärgerlich, wenn mehrere betroffene Fahrzeuge in die Werkstatt müssen. Mancher Unmut landet dann beim Händler.(Bild:  Alphartis)
Rückrufe kosten Zeit, Nerven und auch Geld. Für Fuhrparks wird es ärgerlich, wenn mehrere betroffene Fahrzeuge in die Werkstatt müssen. Mancher Unmut landet dann beim Händler.
(Bild: Alphartis)

Mit einer großen Rückrufaktion macht Mercedes momentan Schlagzeilen. Wegen Brandgefahr müssen bei weltweit 51.730 und in Deutschland knapp 4.800 Fahrzeugen der Baureihen EQA und EQB die Batterien getauscht werden. Eine teure Maßnahme für die Marke, aber nicht außergewöhnlich. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Pkw-Rückrufe massiv gestiegen. Laut KBA wurden 2025 alleine in Deutschland fast 550 Nachbesserungsaktionen angeordnet, nach nur 185 im Jahr 2010.

Die vielen Rückrufe belasten nicht nur Hersteller und Fahrzeughandel, sie sind auch für Flottenbetreiber eine große finanzielle Belastung, kritisiert der Bundesverband Betrieblicher Mobilität (BBM). Dessen Geschäftsführer Axel Schäfer warnt zudem, dass einzelne Hersteller die gesetzliche Gewährleistung für gewerbliche Kunden auf ein Jahr verkürzen. Für Fuhrparks könne daraus eine „toxische Kombination“ entstehen. Im Gespräch mit »kfz-betrieb« erklärt Verbandschef Schäfer, warum Händler und Hersteller aus seiner Sicht stärker in die Verantwortung genommen werden müssen.