Ausblick 2021
Händler zwischen Hoffen und Bangen
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Selten war die Unsicherheit in der Branche so groß: Die Coronakrise ist noch lange nicht überwunden, die Nachwehen sind unklar. Gleichzeitig birgt der Elektroboom erhebliches Wachstumspotenzial. Was erwartet den Handel im Neuwagengeschäft?
Wohl noch nie zuvor hat man von Herstellern und Händlern auf die Frage, wie diese die vertrieblichen Perspektiven für das kommende Jahr einschätzen, in den vergangenen Monaten unisono die gleiche Antwort gehört – nämlich: „Wir fahren auf Sicht.“ 2020 hatte Corona dem deutschen Automarkt einen beispiellosen Absturz bei den Neuzulassungen von gut 19 Prozent beschert. Produktionsbänder standen wochenlang still, Zulassungsstellen hatten geschlossen, Showrooms mussten dicht gemacht werden. 2020 geht durch das katastrophale erste Halbjahr als schwächstes Jahr seit der Wiedervereinigung in die Annalen ein. In seinen Grundfesten ist das Kfz-Gewerbe im vergangenen Jahr dennoch nicht erschüttert worden – sicher auch dank der Unterstützungsmaßnahmen, die Hersteller wie Autobanken rasch getroffen hatten. So wurde die Insolvenzantragspflicht für zahlungsunfähige Unternehmen ausgesetzt, und es gab staatliche Corona-Hilfen wie das Kurzarbeitergeld, Steuerstundungen oder KfW-Corona-Hilfen. Dadurch war die Zahl der Insolvenzen rückläufig.
Einige existenziellen Befürchtungen verloren im Corona-Jahr auch ihren Schrecken: Beispielsweise erwiesen sich gerade bei den größeren Händlergruppen die riesigen Fahrzeugbestände, die zu Beginn des Lockdowns im Frühjahr auf den Höfen standen, im Sommer als Segen – es kam zu einem unerwarteten Gebrauchtwagenboom. Inzwischen sind die Lager und Gebrauchtwagenbestände bei zahlreichen Händlern auf einem Tiefstand.
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