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Bereits in den vergangenen Jahren hat sich Häusler schrittweise neu aufgestellt. Hieß es früher „Wer Opel sagt, meint Häusler“ – immerhin stand Häusler seit 1905 als Synonym für Opel –, hat das Unternehmen mit der Aufnahme der Marke Honda in sein Portfolio im Jahr 2003 und damit dem Einstieg in den Mehrmarkenhandel einen entscheidenden Wendepunkt in seiner langjährigen Geschichte eingeläutet. Der Erfolg mit Honda bestätigte die Richtigkeit der Entscheidung. So verkaufte Häusler 2009 rund 900 Honda-Neufahrzeuge und 250 neue Honda-Motorräder. Entgegen kam dem Händler sicher auch die Tatsache, dass Honda seit 1999 über keinen Händler mehr in München verfügte. Heute hat Häusler in München das alleinige Vertriebsrecht für die japanische Marke. Müller ist daher überzeugt, bis 2010 insgesamt 1.000 Honda-Neuverkäufe stemmen zu können. Als weiteres Fabrikat rundet seit 2006 zudem die GM-Marke Chevrolet das Häusler-Portfolio nach unten hin ab.
Herzblut für jedes Fabrikat
An seinen aktuell 14 Standorten inklusive dem neuen Standort in Erding mit Opel und Chevrolet in und um München vertritt Häusler heute in allen Häusern die Marke Opel, in sechs Häusern zusätzlich die Marke Chevrolet und in acht Häusern die Marke Honda. Mit Blick auf das derzeitige Markenportfolio des Autohauses bleibt Häusler-Geschäftsführer Müller jedoch realistisch: „Marken zu sammeln, liegt uns fern.“
Es gehe nicht darum, nur Stückzahlen zu machen, sondern Erträge zu erwirtschaften. Auch wolle man jedes einzelne Fabrikat mit Herzblut leben. Dazu müssten der entsprechende Platz und vor allem top Fachleute für die einzelnen Marken an Bord geholt werden. Nur wenn dieses Gesamtpaket für jede Markenwelt sowohl im Verkauf als auch im Service stimme, könnten auch die notwendigen Margen eingefahren werden, ist Müller überzeugt.
Seit Müllers Antritt als Häusler-Geschäftsführer hat sich viel getan. So wurden nicht nur allein zwischen 2004 und 2007 rund 2,5 Millionen Euro in den Um- und Ausbau der einzelnen Häuser gesteckt. Vielmehr wurden auch die Prozesse und Kostenstrukturen akribisch durchleuchtet und optimiert. Gleichzeitig wurden die Filialen von GmbHs auf reine Profitcenter umgestellt und enger an die Zentrale gebunden.
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