Häusler kauft Autohaus Köppl: Aus Hyundai mach Opel
Durch den Verlust ihres Hyundai-Händlervertrags sahen sich die Inhaber des Autohauses Köppl ihrer Existenzgrundlage entzogen und entschlossen sich zum Verkauf. Nun ziehen zum 1. Juli Opel-Modelle in den Betrieb in Gröbenzell ein.
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Zum 1. Juli übernimmt die Häusler GmbH das Autohaus Köppl in Gröbenzell. Das bestätigten beide Unternehmen auf Anfrage. Die bisherigen Eigentümer des Betriebs, Renate und Markus Kiermeier, sahen sich nach der Kündigung ihres Hyundai-Händlervertrages durch den Importeur zum April 2018 „ihrer Existenzgrundlage entzogen“ und entschlossen sich deshalb, ihr Unternehmen zu verkaufen. Auch der allgemeine Wandel in der Branche hin zu großen Autohandelsgruppen habe bei der Entscheidung eine Rolle gespielt. Zudem wollte die Familie Kiermeier keine andere Marke neu übernehmen.
Nun ziehen sich Renate und Markus Kiermeier zum 1. Juli aus dem Geschäft zurück und übergeben ihren Betrieb an die Münchner Häusler GmbH. Zum Kaufpreis machten beide Seiten keine Angaben. Häusler war zuletzt intensiv auf der Suche nach einem neuen Standort im Münchner Westen, nachdem das Unternehmen den Pachtvertrag für seinen Opel-Betrieb in Gilching nicht verlängert hatte. „Dort ist es uns einfach zu eng geworden“, sagte Häusler-Geschäftsführer Peter Müller auf Nachfrage von »kfz-betrieb«. Folgerichtig ziehen in den bisherigen Hyundai-Showroom im kommenden Monat Opel-Modelle ein.
Da es im näheren Umkreis keinen Hyundai-Händler gibt, bietet Häusler in Gröbenzell aber weiter zumindest Service-Leistungen für die koreanische Marke an. Die Kompetenz dafür muss sich das Unternehmen nicht erst neu ins Haus holen, Häusler übernimmt alle elf Köppl-Mitarbeiter. Den Rest der Mannschaften bilden die Beschäftigten aus dem bisherigen Standort in Gilching, sodass künftig insgesamt rund 20 Angestellte in Gröbenzell für Häusler arbeiten. „So vereinen wir unser Opel-Know-how mit dem Hyundai-Know-how von Köppl“, sagt Peter Müller.
Perspektivisch will der Geschäftsführer an seinem neuen Standort 200 neue Opel und in etwa dieselbe Anzahl an Gebrauchtwagen verkaufen. Er sieht für den Betrieb in Gröbenzell ein Einzugsgebiet mit rund 40.000 Einwohnern. Das Autohaus Köppl hatte zu seinen besten Zeiten laut Markus Kiermeier gut 350 Neuwagen von Hyundai verkauft, zuletzt waren es zwischen 200 und 250. Das Gebrauchtwagengeschäft hatte das Unternehmen schon länger eingestellt. „Das war ein reines Minusgeschäft“, sagt Kiermeier.
Autohaus Köppl startete einst mit Mitsubishi
Insgesamt bestand das Autohaus Köppl knapp 36 Jahre lang als eigenständiges Familienunternehmen in Gröbenzell. Nach der Eröffnung als Kfz-Meisterbetrieb Köppl und Ellinger im August 1981 verkauften die Inhaber Kurt Köppl und Max Ellinger zunächst Autos von Mitsubishi. Im Jahr 2005 nahm das Autohaus dann Hyundai als zweite Marke ins eigene Portfolio auf. 2009 übernahm Köppls Tochter Renate Kiermeier den Betrieb und beschränkte sich wenig später auf eine exklusive Partnerschaft mit Hyundai.
Nun geht der Betrieb in einer großen Gruppe auf. Die Häusler GmbH vertreibt an insgesamt 13 Standorten in und um München Neuwagen der Marken Opel, Fiat, Abarth, Honda und Mazda. Im vergangenen Jahr verkaufte die Gruppe rund 4.900 Neu- und 4.300 Gebrauchtwagen und erwirtschaftete damit nach eigenen Angaben einen Umsatz von rund 185 Millionen Euro. Für Häusler arbeiten derzeit insgesamt gut 500 Beschäftigte.
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