Hahn: Zeichen stehen auf Angriff
Das Jahr 2009 war für die Hahn-Gruppe mehrfach von Bedeutung: Sowohl die Veränderungen im Management waren spannend als auch der Blick auf die Anfänge des Unternehmens; denn die Autohandelsgruppe feierte ihr 90-jähriges Bestehen.
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Seit der Firmengründung im Jahr 1919 hat sich das Unternehmen vom eigenen Fahrzeugbau zu einem der größten Automobilhandelshäuser Deutschlands entwickelt. Heute ist die vierte Generation der Unternehmerfamilie mit Hochdruck dabei, das Firmenschiff auf die Anforderungen einer neuen Zeit auszurichten. Seit gut einem Jahr führen der Geschäftsführende Gesellschafter Steffen Hahn und Geschäftsführer Frank Brecht als Team an der Spitze das Unternehmen.
Das vergangene Jahr war ein Schlüsseljahr. Steffen Hahn beschreibt die Herausforderungen so: „Wir haben nach dem Führungswechsel ein Unternehmen vorgefunden, das nicht optimal auf aktuelle und kommende Anforderungen ausgerichtet war. Gerade in der aktuellen Wirtschaftskrise war es besonders schwierig, das Unternehmen zurück auf Kurs zu bringen. Unser Ziel ist nicht nur, gesund durch die Krise zu kommen; es geht vielmehr darum, der Hahn-Gruppe einen Top-Neustart in eine Zeit der wirtschaftlichen Erholung zu ermöglichen. Deshalb haben wir im Frühjahr 2009 ein großes Restrukturierungsprojekt gestartet.“
Optimierung vorantreiben
Dabei stellte das Geschäftsführerteam ohne Tabus und Rücksicht auf Befindlichkeiten alles auf den Prüfstand, um Optimierungs- und Einsparpotenziale zu finden.
Hahn geht sogar noch einen Schritt weiter: „Wir legen bei der konsequenten Optimierung von Strukturen, Prozessen und Kosten ein hohes Tempo vor. Zusätzlich investieren wir gezielt in Personal, in Aus- und Weiterbildung sowie in die Betriebsausstattung, um Abläufe im operativen Tagesgeschäft ständig zu verbessern. Nur so können wir die Restrukturierung und Neuausrichtung der Hahn-Gruppe konsequent vorantreiben und das Unternehmen auf einen in den kommenden Monaten schwer berechenbaren Markt optimal ausrichten.“
Spaß an der Arbeit
Zur Neuausrichtung gehört auch ein kompletter Umbau der Organisations- und Führungsstrukturen hin zu einer schlanken, reaktionsschnellen und effizienten Organisation. „Mir ist es sehr wichtig“, betont Hahn, „dass die Mitarbeiter hinter der Geschäftsleitung, den Führungskräften und dem eigenen Unternehmen stehen. Nur so erreichen wir mehr Eigenverantwortung, mehr Menschlichkeit und damit vor allem Spaß an der täglichen Arbeit.“
Auch auf der Finanzierungsseite steht das Unternehmen gut da. Geschäftsführer Frank Brecht erklärt die Zusammenhänge: „Trotz der allgemeinen Finanzierungsnot in der Branche und der hohen Nervosität der Banken haben wir heute eine gesicherte Finanzierung. Die neue Struktur, unser zielstrebiges Kosten-, Forderungs- und Bestandsmanagement sowie das bedingungslose Optimieren von Prozessen hat die Banken überzeugt.“
Sensibel investieren
Ganz besonders sensibel agieren die beiden Geschäftsführer bei Investitionen für das operative Geschäft. Brecht warnt davor, bei Einsparungen über das Ziel hinauszuschießen und damit negative Auswirkungen im Tagesgeschäft hervorzurufen.
Gerade im Großraum Stuttgart hat sich in den vergangenen Jahren im Händlernetz von Volkswagen und Audi einiges verändert – und in den meisten Fällen hatte Hahn die Finger im Spiel. So hat die Gruppe im vergangenen Jahr das Beteiligungsunternehmen in Backnang aufgelöst und zu 100 Prozent integriert. Im April dieses Jahres hat Hahn in Backnang den ersten Audi-Terminal in der Region eröffnet.
Brecht erklärt dazu: „Der Entscheidung gingen umfangreiche Marktanalysen voraus. Dennoch ist in der heutigen wirtschaftlichen Situation eine derartige Investition ein mutiger Schritt – aber er unterstreicht konsequent unsere Stärke und Strategie des Wachstums in der Region Großraum Stuttgart.“ In den letzten 15 Jahren investierte die Hahn-Gruppe rund 65 Millionen Euro in den Um-, Aus- und Neubau ihrer Händlerbetriebe, die jetzt optimal die Marken präsentieren.
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