B2B-Remarketing der Hersteller Hat die Exklusivität im B2B-Geschäft ausgedient?

Von Silvia Lulei 5 min Lesedauer

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Die Hersteller verkaufen Rückläufer aus Flotten, von Autovermietern und Werksdienstwagen gerne exklusiv an ihr Händlernetz. Doch Stellantis tanzt aus der Reihe und verkauft an alle Händler.

Stellantis will über den B2B-Marktplatz Spoticar Trade im nächsten Jahr 400.000 Gebrauchtwagen verkaufen. (Bild:  Stellantis)
Stellantis will über den B2B-Marktplatz Spoticar Trade im nächsten Jahr 400.000 Gebrauchtwagen verkaufen.
(Bild: Stellantis)

Hinter geschlossenen Türen wurden bislang größtenteils die Flotten-, Miet- und Werksdienstwagen vom Hersteller direkt an die Vertragshändler vermarktet. Man musste schon einen Händlervertrag unterschrieben haben, bevor man überhaupt Zugang zu der begehrten Ware bekam. Das ist bei den meisten Fabrikaten – bis auf Ford und Mercedes – immer noch so.

Aber jetzt gibt es einen Quertreiber, der mit richtig großen Mengen auftrumpft: Stellantis hat das B2B-Portal „Spoticar Trade“ gelauncht. Über 10.000 Fahrzeuge von neun Stellantis-Fabrikaten stehen jetzt allen Händlern zur Verfügung. Egal welchen Fabrikats, egal, ob überhaupt ein Fabrikat. Spoticar Tade will der größte B2B-Marktplatz eines Herstellers in Europa werden. Das verkündete Xavier Duchemin, Direktor für das globale Gebrauchtwagengeschäft bei Stellantis, zum Launch in Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Belgien, Niederlande und Österreich Anfang Juli.