Adhesive Technologies Henkel – 100 Jahre kleben

Von Steffen Dominsky 2 min Lesedauer

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Vor einem Jahrhundert machte ein bekanntes Chemieunternehmen aus der Not eine Tugend. Die Entwicklung und Produktion von Klebstoffen für den Eigenbedarf entwickelte sich zum veritablen Industriezweig.

Vor einem Jahrhundert eröffnete Henkel sein Klebstoffwerk in Holthausen und legte damit den Grundstein für einen eigenen Industriezweig.(Bild:  Henkel)
Vor einem Jahrhundert eröffnete Henkel sein Klebstoffwerk in Holthausen und legte damit den Grundstein für einen eigenen Industriezweig.
(Bild: Henkel)

Not macht bekanntlich erfinderisch. So auch bei einem bekannten Unternehmen vor 100 Jahren: Henkel. Denn nach Ende des Ersten Weltkriegs drohte infolge der Rhein- und Ruhrbesetzung ein Versorgungsengpass von Klebstoffen am Heimatstandort Düsseldorf. Die benötigte man dringend zum Verschließen der eigenen Produktverpackungen, beispielsweise für Waschmittel. Deshalb beschlossen die Verantwortlichen, Papier-, Karton- und Paketklebstoffe für den Eigenbedarf zu entwickeln und zu fertigen. Mit Bau und Inbetriebnahme einer eigenen Leimfabrik startete Henkel am 26. Juni 1923 auch den Verkauf von Klebstoffprodukten an benachbarte Firmen und legte den Grundstein für einen eigenen Industriezweig.

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Zu den ersten Produkten, deren Verpackungen man mit dem eigenen Leim verschloss, zählten der Malerleim „Mala“ und der Tapetenkleister „Tapa“ (beide auf Basis von Kartoffelmehl). Das Geschäft mit Klebstoffen entwickelte sich immer prächtiger und führte zu einem eigenen Geschäftsbereich, der heute unter dem Namen Adhesive Technologies firmiert. Patentierte Erfindungen, Innovationskraft und strategische Übernahmen unterstützten das Wachstum. Zu den berühmten Erfindungen gehört beispielsweise der erste Pritt-Klebestift im Jahr 1969, bei dem man sich vom Drehmechanismus des Lippenstifts inspirieren ließ.

Mit Loctite zur größten Klebstoffmarke der Welt

Bei der Automobilindustrie haben die Klebstofflösungen von Henkel neue Produktionsprozesse und Produktdesigns überhaupt erst ermöglicht. Moderne Karosserie im sogenannten Multimarkenmix wären ohne Klebstoffe kaum bzw. gar nicht darstellbar. Hinzu kommen Technologien und Produkte zum Abdichten, Beschichten und zur Weitergabe von Wärme und mehr. Mit der Übernahme der Loctite Corporation 1997 gelang Adhesive Technologies ein Coup, der das Geschäft auf eine neue Stufe hob. Heute ist Loctite die größte Klebstoffmarke der Welt.

In den vergangenen 100 Jahren hat Henkel die Leistungsstärke seiner Produkte auf vielfältige Weise unter Beweis gestellt. So wurden beispielsweise 1987 Ceresit-Produkte bei der Renovierung der Chinesischen Mauer eingesetzt. Und 2015 entwickelten die Düsseldorfer einen maßgeschneiderten Klebstoff, um den abgebrochenen Bart der berühmten Totenmaske des Tutanchamun wieder professionell zu befestigen. Um seine Innovationskraft auch künftig aufrecht zu erhalten, hat Adhesive Technologies im letzten Jahr das Inspiration Center Düsseldorf in Betrieb genommen. In dem Zentrum mit mehr als 30 Laboren arbeiten über 650 Henkel-Experten und Expertinnen an effektiven und nachhaltigen Lösungen bei Klebstoffen, Dichtstoffen und Funktionsbeschichtungen.

 

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