Herausforderungen trüben Zuversicht nicht

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Die deutsche Wirtschaft befindet sich im Aufschwung. Entsprechend zuversichtlich ist Thomas Lundt, Obermeister der Kfz-Innung Berlin, für seine Branche. Doch er sieht auch Herausforderungen.

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Thomas Lundt, Obermeister der Kfz-Innung Berlin.
Thomas Lundt, Obermeister der Kfz-Innung Berlin.
(Foto: Zietz)

Trotz diverser Herausforderungen ist die Kfz-Innung Berlin zuversichtlich für das Jahr 2016. „Eine der großen Herausforderungen im neuen Jahr ist die Integration von Flüchtlingen in den Berliner Arbeits- und Ausbildungsmarkt“, sagte Obermeister Thomas Lundt beim traditionellen Neujahresempfang der Hauptstadt-Innung. Dafür sieht sich das Berliner Kfz-Gewerbe gewappnet. Es habe schon immer Menschen aus anderen Kulturen integriert und ausgebildet.

Die Kfz-Innung Berlin und die Innungsbetriebe bringen sich mit dem „Arrivo Projekt“ bereits heute aktiv ein. „Wir haben schon im ersten Jahr sehr gute Erfahrungen gemacht und erfolgreich Flüchtlinge an Ausbildungsbetriebe vermittelt“, erläutert Lundt. Die Handwerkskammer hat gemeinsam mit dem Berliner Senat das Projekt „Arrivo“ ins Leben gerufen, dessen Aufgabe es ist, geflüchtete Menschen in eine handwerkliche Ausbildung zu bringen. Die Aus- und Weiterbildung sei das erfolgreichste Instrument zur Integration von Flüchtlingen überhaupt, stellte der Obermeister klar.

Für 2016 rechnet die Kfz-Innung mit einer stabilen Geschäftsentwicklung. Die deutsche Wirtschaft befindet sich nach wie vor in einem verhaltenen Aufschwung. Im Jahr 2016 werden die Unternehmen laut dem Herbstgutachten der führenden deutschen Wirtschaftsinstitute kräftig in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge investieren. Die Zinsen bleiben niedrig. Der private Konsum wird weiter zunehmen. Davon können auch Autohäuser und Werkstätten profitieren.

Dies gilt auch für den bundesweiten Automobilmarkt. Für 2016 erwartet das Kfz-Gewerbe insgesamt 3,2 Millionen Pkw-Neuzulassungen und rechnet mit 7,3 bis 7,4 Millionen Pkw-Besitzumschreibungen. Das Werkstattgeschäft sollte sich auch 2016 stabil auf dem Niveau des Jahres 2015 bewegen. Besonders erfreulich für das Berliner Kraftfahrzeuggewerbe sind die stabilen Ausbildungszahlen. Der Kfz-Mechatroniker ist die Nummer 1 der Ausbildungsberufe im Handwerk. Autoberufe sind und bleiben attraktiv, die Bewerberzahlen sind stabil. Bundesweit bildet das Kfz-Gewerbe fast 90.000 junge Menschen aus.

Das Thema „Flüchtlinge im Kfz-Gewerbe“ greift »kfz-betrieb« in der Ausgabe 7 auf, die am 19. Februar 2016 erscheint.

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