Hess-Gruppe erwirbt Autoteile Jakobs

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Wehner

Zum Jahreswechsel geht der mittelständische Teilehändler Jakobs in der Hess-Gruppe auf. Der Schritt ist ein Zeichen der fortschreitenden Konsolidierung des Marktes.

(Bild: Grimm / »kfz-betrieb«)

Der Konzentrationsprozess im Autoteilehandel setzt sich fort. Nach Großübernahmen wie die von Trost durch Wessels + Müller schlüpfen auch mittelständische Autoteile-Händler unter den Mantel größerer Gruppen. Zum 1. Januar 2017 geht nun die Autoteile Jakobs GmbH & Co. KG mit Sitz in Idar-Oberstein in der Hess-Gruppe („Motoo“) auf.

Autoteile Jakobs betreute zuletzt an insgesamt acht Standorten Kunden in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Das Unternehmen wird unter dem bestehenden Namen weitergeführt. Es besteht seit 1978, die derzeit 105 Mitarbeiter werden von der Hess-Gruppe übernommen. Laut einer Pressemitteilung ist die Übernahme auch das Ergebnis der Suche nach einer befriedigenden Nachfolgeregelug für den Mittelständler.

Die Hess-Gruppe erweitere mit dem Schritt zugleich ihr bisheriges Geschäftsgebiet und gewinne dringend benötigte Logistikkapazitäten hinzu, hieß es in dem Schreiben. Zugleich sei die Übernahme ein Ergebnis der Wachstumsstrategie des Kölner Unternehmens. „Wir sehen wir eine beschleunigte Konsolidierung in unserem Markt. Deshalb haben wir uns entschlossen, auch durch gezielte Zukäufe zu wachsen“, erklärte der geschäftsführender Gesellschafter Phillip Hess die Beweggründe.

Konrad Jakobs, Gründer des übernommenen Teilehändlers, erwartet sich von dem Schritt eine Verbesserung der Marktposition. Er selbst will sich zukünftig auf den Onlinehandel Autoteile-preiswert.de konzentrieren.

Die Hess Gruppe existiert seit über 85 Jahren und ist eine Unternehmensgruppe mit 10 Standorten in Deutschland. Schwerpunkt ist der Autoteilegroßhandel. Weitere Geschäftsfelder sind der technische Handel und die Herstellung von Hydraulikprodukten und Austauschturboladern („Motair“). Darüber hinaus betreibt die Gruppe unter der Marke Motoo ein Softfranchisesystem für den Autoteilefachhandel und den Kfz-Meisterbetrieb. Der Umsatz beläuft sich auf 160 Millionen Euro jährlich. Insgesamt sind in der Gruppe 800 Mitarbeiter beschäftigt.

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