Gefahren Honda schärft den Civic nach und senkt den Preis

Von Julia Mauritz 3 min Lesedauer

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Der japanische Hersteller hat zum Modelljahr 2026 sein Kompaktklassemodell sachte überarbeitet. Unter der Motorhaube ist alles gleich geblieben. Dafür gibt es mehr Komfortausstattung für weniger Geld und kleine Designverbesserungen.

Der Honda Civic Modelljahr 2026 ist ab Oktober erhältlich. Die Einstiegsversion kostet 37.900 Euro.(Bild:  Mauritz – VCG)
Der Honda Civic Modelljahr 2026 ist ab Oktober erhältlich. Die Einstiegsversion kostet 37.900 Euro.
(Bild: Mauritz – VCG)

Seit drei Jahren ist die aktuelle, elfte Generation des Honda Civic auf dem Markt – mit einem Design, das im Vergleich zum Vorgänger deutlich weniger polarisiert. Auf der Straße sichtbar ist das Modell trotz dieser Design-Rosskur dennoch kaum: Vom Januar bis August wurden hierzulande gerade einmal 662 Einheiten des Civic neu zugelassen. In der deutschen Verkaufsstatistik der japanischen Marke rangiert das ehemalige Erfolgsmodell gerade einmal auf Platz vier. Jetzt hat Honda seinem Kompaktklasse-Modell, das mit seiner Länge von 4,55 Metern schon fast die Dimension eines Mittelklassevertreters hat, nicht nur eine sachte Design-Auffrischung gegönnt. Der japanische Hersteller hat auch mehr Serienausstattung ins Auto gepackt und gleichzeitig den Einstiegspreis gesenkt: Den ab Oktober erhältliche Civic Modelljahr 2026 gibt es ab 37.900 Euro – das entspricht einer Preissenkung von 1.600 Euro.

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Das verfeinerte Außendesign fällt dabei erst auf dem zweiten Blick auf: Honda hat die Fahrzeugfront etwas schärfer gezeichnet und den neu gestalteten Kühlergrill schwarz umrandet. Dazu gesellen sich neue Verkleidungen an der Front und den vorderen Scheinwerfern, die die Sportlichkeit des Civic betonen sollen. Ersatzlos gestrichen hat der Hersteller indes die Nebelscheinwerfer.

Ein wenig mehr Pepp und Ausstattung für weniger Geld lautet das Motto im Innenraum: Alle drei Ausstattungslinien des Civic verfügen nun über einen schwarzen Dachhimmel. Er soll für eine zusätzliche Prise Sportlichkeit sorgen. Das tut er zwar, gleichwohl würden dem jetztdurchgängig schwarzen Civic-Innenraum auch ein paar Farbakzente nicht schaden.

Alles in allem macht das Cockpit einen soliden Eindruck, die Materialwahl ist stimmig, die Sitze sind bequem und die Übersichtlichkeit ist gut. Begrüßenswert im Sinne der Bedienung ist, dass Honda an Tasten und Schaltern festhält, nicht nur für die Klimatisierung, sondern auch für die Lautstärke und die Wahl der Fahr-Modi. Einzig die Gangwahl mittels Tasten erscheint nicht wirklich sinnvoll. Ein schickes Design-Gimmick ist die mit glänzendem Drahtgitter ausgefüllte Lüftungsleiste.

In Sachen Infotainment sind die japanischen Hersteller bekannterweise nicht führend:Auch das im Civic verbaute System ist keine Offenbarung, alles in allem ist die Menüführung aber sinnvoll, vor allem wenn man Android Auto und Apple Car Play nutzt – wobei nur Apple Car Play kabellos funktioniert.

Die Käufer des überarbeiteten Civic dürfen sich zudem jetzt in allen drei Ausstattungslinien über etwas mehr Komfort freuen: So gibt es nun auch in der Einstiegsvariante namens „Elegance“ einen automatisch abblendenden Innenspiegel und eine kabellose Ladestation für Smartphones. Die mittlere „Sport“-Variante verfügt im neuen Modelljahr über ein beheiztes Lenkrad und ein 10,2 Zoll großes digitales Kombiinstrument an Bord, anstelle des 7 Zoll großen Displays in der Basisausstattung. In Top-Ausführung „Advance“ hat hingegen eine Ambiente- und Fußraumbeleuchtung Einzug gehalten.

In Sachen Motorisierung hat Honda alles beim Alten belassen: Der Civic ist ausschließlich mit der selbstladenden Hybridtechnologie namens e:HEV erhältlich: Das Hybridsystem umfasst eine Lithium-Ionen-Batterie, zwei kompakte Elektromotoren sowie einen 2,0-Liter-Benzindirekteinspritzer.

Der Antrieb konnte auf einer kurzen Testfahrt rundum überzeugen: Das Fahrgefühl ähnelt in Sachen Dynamik und Laufruhe tatsächlich, wie von den Honda-Ingenieuren beabsichtigt, einem Elektroauto. Das Antriebskonzept unterscheidet sich grundlegend von den Systemen von anderen Wettbewerbern: Der verbaute zwei Liter große Vierzylinder-Ottomotor mit 105 kW/143 PS dient dazu, über einen Generator Strom für den elektrischen Fahrmotor zu erzeugen. Letzterer leistet 135 kW/184 PS und stellt 315 Newtonmeter Drehmoment bereit.

Eine Pufferbatterie sorgt dafür, dass der Civic kürzere Strecken elektrisch fahren kann, bei einer hohen Leistungsanforderung legt der Civic sofort dynamisch los. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h benötigt der Civic überschaubare 7,9 Sekunden: Eine Fahrsituation, die in der Praxis eher Seltenheitswert haben dürfte. Dafür macht der Civic aber auch auf der Autobahn mit seiner Spritzigkeit und seinem dynamischen Fahrverhalten eine rundum gute Figur. Gepaart ist der Fahrspaß mit einem Verbrauch, der einem Dieselantrieb nah kommt: Der Bordcomputer vermeldete nach der Testfahrt 5,5 Liter.

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