Honda schlüpft unter das ACEA-Dach

Von Andreas Grimm

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Selbst für internationale Automobilhersteller wird das Geschäft als Einzelkämpfer immer schwieriger. Das scheint nun auch Honda zu erkennen und hat um die Aufnahme in den europäischen Herstellerverband gebeten.

 (Bild:  Honda)
(Bild: Honda)

Honda Motor Europe hat sich mit Wirkung zum 1. Januar 2018 dem Verband der europäischen Automobilhersteller (ACEA) angeschlossen. Der Importeur begründet den Schritt mit den Gegebenheiten der Branche, die „sich neuen Herausforderungen in den Bereichen Mobilität, Nachhaltigkeit sowie Wettbewerbsfähigkeit stellen muss“. Mit dem Honda-Beitritt hat ACEA nun 15 Mitglieder.

Tatsächlich bläst speziell Honda europaweit ein rauer Wind entgegen. Der Automobilhersteller, der in Europa über 8.000 Mitarbeiter an verschiedenen Standorten beschäftigt, kämpft seit Längerem mit Absatzrückgängen. Im Jahr 2017 verloren die Japaner in den EU- und Efta-Ländern mehr als jeden zehnten Käufer. Der europäische Marktanteil lag im Gesamtjahr 2017 bei nur noch 0,9 Prozent; in Deutschland ist er mit 0,6 Prozent sogar noch geringer.

Scheinbar will Honda die Entwicklung jedoch noch drehen. „Honda setzt einen starken Fokus auf den europäischen Markt und unsere ACEA-Mitgliedschaft wird unser Engagement in Europa weiter vertiefen“, wird Katsushi Inoue, Präsident und COO Honda Motor Europe, in einer Pressemitteilung zitiert.

Unterstützen soll eine bessere Positionierung die Elektrifizierung der Fahrzeuge. Honda plant nach eigenen Angaben, bis 2025 insgesamt zwei Drittel aller in Europa verkauften Fahrzeuge mit E-Antrieben auszustatten. Zudem arbeiten die Entwicklungszentren von Honda in Großbritannien und Deutschland an Neuerungen auf den Feldern autonomes Fahren, Fahrsicherheitstechnologien und umweltfreundliche Antriebe.

Honda unterstützt zudem die „Drive C2X“-Projekt für vernetzte Fahrzeuge, das „L3 Pilot“-Projekt für autonomes Fahren sowie Programme zur Förderung der Infrastruktur für Brennstoffzellenfahrzeuge.

ACEA-Mitglieder sind neben dem Neuzugang auch die BMW-Gruppe, DAF Trucks, Daimler, Fiat Chrysler Automobiles, Ford Europe, Hyundai, Iveco, Jaguar Land Rover, die PSA-Gruppe, der Renault-Konzern, Toyota, der Volkswagen-Konzern, Volvo Cars und die Volvo Group (Lkw).

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