Hauptuntersuchung
HU-Adapter – Fehlerfinder mit Fehlern
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Die Prüfung elektronischer Fahrzeugsysteme ist wichtig und richtig. Doch immer öfter passiert nun, was bei seiner Einführung befürchtet wurde: Der HU-Adapter findet Fehler, die Kfz-Betriebe vorab nicht fanden – oder spuckt Fehlerbeschreibungen aus, die nur er kennt. Dann wird der „Erhebliche Mangel“ für Werkstätten zum echten Problem.
„Und es mag am deutschen Wesen | Einmal noch die Welt genesen.“ Der bekannte Satz des Dichters Emanuel Geibel von 1861 – den später manche gern samt „soll genesen“ missinterpretierten –, war vor allem eines: ein Ansporn, Vorbild zu sein. Genau das wurden wir Jahrzehnte später, zumindest in automobiler Hinsicht. So erfand das Land der Dichter und Denker nicht nur das moderne Kraftfahrzeug, sondern auch gleich die nach wie vor beherrschenden Antriebsarten Otto und Diesel. Und wir erfanden viele moderne elektronische Systeme für Automobile bzw. brachten sie als Erste in Serie. Man denke an die Benzineinspritzung, das ABS, das ESP usw.
Doch als sich irgendwann die kleinen schwarzen Kästchen in unseren Fahrzeugen derart dicht drängten wie Tannen im gleichfarbigen Wald, war klar: Auch sie gehören im Rahmen der HU kontrolliert – was nutzt ein prüfender Blick auf die Auspuffbefestigung, wenn es das Airbagsteuergerät nicht mehr tut? Und so ersann Vater Staat die Fahrzeugsystemdaten GmbH, kurz FSD, mit Sitz in Dresden. Seit 2004 hat es die „Zentrale Stelle“ zur Aufgabe, Prüfvorgaben für sicherheitsrelevante (elektronische) Fahrzeugeinrichtungen für die Überwachungsorganisationen (ÜO) zu erarbeiten. Doch statt nur Prüfvorgaben, die auf jedem x-beliebigen Endgerät (Diagnosetester) laufen könnten, entwickelte die FSD gleich noch ein eigenes Gerät. Dieses hielt, mit Jahren der Verspätung, 2015 Einzug in die Fahrzeugprüfung: der HU-Adapter.
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