Hyundai-Studie: Dicker Brummi ohne Dieselwolke

Auffällig designter Sattelschlepper

| Autor: SP-X

Der Hyundai „HDC-6 Neptune“ feierte auf der North American Commerical Vehicle Show in Atlanta Premiere.
Der Hyundai „HDC-6 Neptune“ feierte auf der North American Commerical Vehicle Show in Atlanta Premiere. (Bild: Hyundai)

Auf der Nutzfahrzeugmesse North American Commercial Vehicle Show in Atlanta stellte Hyundai Ende Oktober die futuristisch gezeichnete und antriebstechnisch in die Zukunft weisende Lkw-Studie „HDC-6 Neptune“ vor. Der auffällige designte Sattelschlepper wird elektrisch angetrieben, wobei den Strom zum Vortrieb eine Brennstoffzelle liefert.

Die vom Chef-Designer Luc Donckerwolke verantwortete Außenhaut des HDC-6 Neptune vereint futuristische Elemente mit der markanten Art-Deco-Optik der erstmalig 1936 in den Dienst gestellten Mercury-Lokomotive. Auffällig beim Hyundai-Laster ist die optische Trennung des oberen Bereichs mit schwarz getöntem Glas sowie dem unteren Bereich mit einer Rippenstruktur, die eine kühlende Funktion für den Antrieb haben soll.

Auch das aufgeräumte Cockpit wurde futuristisch gestaltet. Statt in einem großen Kombiinstrument werden fahrrelevante Informationen in der Windschutzscheibe angezeigt. Einen Gangwahlhebel gibt es nicht. Für den Beifahrer dient die Frontscheibe ebenfalls als Projektionsfläche für Entertainment-Inhalte. Die beiden Stühle sind übrigens drehbar, was es der Cockpitbesatzung erlaubt, sich auch quer zur Fahrtrichtung gegenüber zu positionieren. Die Fahrzeugführung kann derweil die Bordelektronik übernehmen.

Keine Details zum Antrieb genannt

Details zum Antrieb des dreiachsigen HDC-6 Neptune nennt Hyundai nicht. Vermutlich verfügt die Studie über die Technik des kürzlich vorgestellten Wasserstoff-Lasters „H2 Xcient“, der mit zwei 95 kW leistenden Brennstoffzellen-Stacks und einem 35 Kilogramm fassenden Wasserstoff-Tank gerüstet ist. Damit sollen pro Tankfüllung 400 Kilometer Reichweite möglich sein. Bereits kommendes Jahr will man 50 dieser Wasserstoff-Lkw in der Schweiz in den Dienst stellen. Bis Mitte des kommenden Jahrzehnts soll ihre Zahl auf 1.600 steigen.

Die Studie HDC-6 Neptune stellt Hyundai zusammen mit einem Kühlanhänger mit klimafreundlicher Kühlungstechnik vor. Hyundai will klimaneutraler Mobilität sowie der Brennstoffzellentechnik zum Durchbruch verhelfen. In diesem Bereich haben die Koreaner mittlerweile sogar eine Vorreiterrolle übernommen. Laut der „Fuel Cell Electric Vehicle 2030-Vision“ plant der Konzern bereits in 10 Jahren, 500.000 Brennstoffzellenfahrzeuge pro Jahr zu produzieren. Vor allem im Schwerlastbereich bieten diese Vorteile, da sie große Reichweiten sowie kurze Tankzeiten erlauben. Mit der Studie will Hyundai die Marktchancen der Technik ausloten und auch mögliche Kooperationspartner für den Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur gewinnen.

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