Hyundai und Kia: Differenzierung im Konzern

Von Jens Meiners / Claus-Peter Köth

Anbieter zum Thema

Hyundai-Manager Jürgen Grimm spricht über neue Diesel- und Ottomotoren, die Elektrifizierung des Antriebsstrangs sowie die Getriebestrategie des Konzerns.

Jürgen Grimm, Head of Powertrain Hyundai Motor Europe Technical Center: „Wir sind für neue Ideen und Produkte jederzeit offen.“(Foto:  Hyundai)
Jürgen Grimm, Head of Powertrain Hyundai Motor Europe Technical Center: „Wir sind für neue Ideen und Produkte jederzeit offen.“
(Foto: Hyundai)

Herr Grimm, Sie sind verantwortlich für Hyundai- und Kia-Modelle. Wie differenzieren Sie die beiden Marken?

Wir entwickeln zunächst einmal alles gemeinsam und differenzieren erst später. Die Hardware ist zum Großteil identisch. Speziell im Fahrverhalten schaffen wir die Differenzierung je nach Marken- oder Modellstrategie etwas komfortabler oder etwas sportlicher. Das gilt für Fahrwerk und Lenkung. Teilweise gibt es auch Unterschiede bei der Achsübersetzung und der Schaltstrategie für Automatikgetriebe.

Welche Marke ist dabei der Innovationsführer?

Das ist nicht festgelegt. Mal kommt Hyundai früher, mal Kia. Es hängt vom einzelnen Fahrzeug und von den Modellzyklen ab.

Bauen Sie Weltautos, oder unterscheiden sich die Fahrzeuge je nach Markt?

Wir bedienen entweder die jeweiligen Märkte mit unterschiedlichen Fahrzeugen oder passen einzelne Modelle speziell an die Märkte an. Der Kia Ceed zum Beispiel ist ganz eindeutig ein Auto von und für Europa. Für die USA wäre er hingegen „over-engineered“. Den ähnlich großen Kia Forte werden wir dagegen hier nicht anbieten. Er wäre für Europa „under-engineered“. Auch den Hyundai Elantra bieten wir aus ähnlichen Erwägungen nicht in Europa an.

Welche Aggregate entwickeln Sie in Rüsselsheim?

Unsere Zuständigkeit bezieht sich auf die speziell für Europa entwickelten Produkte – im Kern sind dies bei Hyundai die Baureihen i20, ix20, i30, ix35 und i40. In Europa sind die kleinen Ottomotoren mit 1,0 bis 1,6 Liter Hubraum stark vertreten, und natürlich die Dieselaggregate. Die Entwicklungshoheit für große Motoren liegt in Korea oder den USA.

Zum Beispiel die Technik für den Genesis?

Beim aktuellen Modell war das ganz sicher so, und die Limousine wird auch nicht mehr nach Europa kommen. Für die nächste Generation gibt es Pläne, diese auch in Europa anzubieten – da machen wir dann Vorschläge für Interieur, Fahrwerk und Motorisierung.

Auch für einen Dieselmotor?

Wir denken über einen starken Biturbo-Vierzylinder-Diesel nach, der schon ohne Hybridisierung über 220 PS leisten könnte. So ein Antrieb wäre für den Genesis eine Option.

(ID:34139770)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung