Hyundai will im Gewerbekundengeschäft deutlich zulegen

Autor: Andreas Wehner

Das koreanische Fabrikat will seinen Gewerbekundenanteil von derzeit 8 Prozent mittelfristig auf 15 Prozent steigern. Alternativ angetriebene Modelle sollen dabei nach dem Willen von Firmenkundenchef Sascha Behmer in den Flotten als Türöffner für Hyundai dienen.

Firmen zum Thema

Sascha Behmer, Leiter Gewerbekunden und Nutzfahrzeuge bei Hyundai, will das Geschäft mit Flottenkunden ausbauen.
Sascha Behmer, Leiter Gewerbekunden und Nutzfahrzeuge bei Hyundai, will das Geschäft mit Flottenkunden ausbauen.
(Bild: Hyundai)

Hyundai will das Geschäft mit gewerblichen Kunden deutlich ausbauen. Sascha Behmer, Leiter Gewerbekunden und Nutzfahrzeuge, rechnet in näherer Zukunft mit einem Gewerbekundenanteil von 11 bis 12 Prozent. „Mittelfristig können wir uns bis zu 15 Prozent vorstellen“, sagt der Manager, der seit Februar 2017 bei dem Importeur für das Flottengeschäft verantwortlich ist.

Seit seinem Amtsantritt war der Anteil der gewerblichen Verkäufe an den gesamten Neuzulassungen bei Hyundai zurückgegangen. Zuletzt betrug er rund 8 Prozent. „Wir haben unsere Aktivitäten in diesem Bereich bereinigt. Gewisse Geschäfte machen wir einfach nicht mehr. Die Käufer im relevanten Flottenmarkt sind bei uns inzwischen alle echte gewerbliche Kunden“, begründet Behmer den Rückgang.

Alle Händler sollen mehr Flottengeschäft machen

Um künftig in diesem Geschäftsbereich wieder zu wachsen, will der Manager das Geschäft strategisch aufbauen. Dabei setzt er nicht nur auf die auf Flottenkunden spezialisierten Business-Center. „Ich möchte, dass sich jeder unserer Händler dieses Themas annimmt“, sagt Behmer.

Hyundai habe zuletzt intern die entsprechenden Prozesse geschaffen. Nun wolle der Importeur dafür sorgen, dass die Händler auch ausreichend Geld mit Gewerbekunden verdienen. Das soll einerseits über verbesserte Angebote geschehen. So gibt es neue Full-Service-Leasing-Raten. Zudem will Hyundai für einzelne gewerbliche Zielgruppen spezielle Angebote schnüren. Zum anderen will der Importeur seine Partner verstärkt schulen. Speziell die Business-Center erhalten zudem Unterstützung bei der Einstellung von Gewerbekundenverkäufern.

Aktuell sind im bei Hyundai 58 Business-Center am Netz – was in etwa der von Behmer angepeilten Zielgröße entspricht. Allerdings machen sie aktuell nur rund 50 Prozent des gewerblichen Geschäfts. Dieser Anteil soll auf 70 Prozent steigen. „Das bedeutet aber nicht, dass die anderen Händler deswegen weniger Fahrzeuge an gewerbliche Kunden verkaufen, denn wir wollen den Absatz in diesem Bereich ja insgesamt deutlich steigern“, betont Behmer.

Hyundai i30: Aufrüstung in der Golfklasse
Bildergalerie mit 10 Bildern

Bestseller bei den Firmenkunden bei Hyundai ist aktuell das Kompaktmodell i30, das für 23 Prozent der Gewerbekundenverkäufe steht. Der i10 mit 21 Prozent liegt nur knapp dahinter. Es folgen die SUVs Tucson und Kona mit jeweils 15 Prozent.

Alternative Antriebe als Türöffner

„Die alternativen Antriebe machen inzwischen fast 10 Prozent aus. Hier haben wir eine steigender Tendenz“, erläutert Behmer. Diese Fahrzeuge – allen voran das Brennstoffzellenmodell Nexo – sieht er als wichtige Türöffner an. Denn sie seien auch für Flotten interessant, die Hyundai bislang nicht auf dem Schirm hätten.

(ID:45540698)

Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«