Innung Cottbus: Diesel-Hickhack muss aufhören
Kommen Fahrverbote oder nicht? Das ständige Hin und Her verunsichert Autofahrer. Damit muss Schluss sein, fordert Obermeister Hans-Peter Lange. Verbraucher und Händler bräuchten endlich Sicherheit.
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Schluss mit der Unsicherheit rund um Fahrverbote für Dieselfahrzeuge, fordert Hans-Peter Lange, Obermeister der Kfz-Innung Cottbus. „Dieselbesitzer brauchen eine rechtliche Sicherheit für den Besitz ihres Fahrzeuges“, sagte Lange auf der Mitgliederversammlung der Innung. Sollte es zu Fahrverboten kommen, würde dies nicht nur einer faktischen Enteignung der Autofahrer gleichkommen, sondern hätte auch katastrophale Auswirkungen auf die Preise für gebrauchte Diesel beim Handel.
Die Auswirkungen für Autohäuser und Werkstätten wären aus Sicht des Obermeisters immens. Lange warnte: „Die Restwertgarantie bei Leasingrückläufern könnten sich zur ernsten Existenzbedrohung für Betriebe entwickeln, sollte es zu einem Preisverfall für gebrauchte Diesel kommen.“ Die Zukunftsaussichten des Handels seien bereits ohne den Diesel eher durchwachsen.
Nicht nur für Dieselfahrer forderte Lange mehr Sicherheit, auch für die Autohäuser. „Ein Händlervertrag muss eine verlässliche Grundlage für ein Unternehmen sein“, stellte Lange klar. „Entsprechende Investitionen müssen durch ein entsprechendes Verhältnis zwischen Hersteller und Händler abgesichert sein.“ Auch wenn sich in Zukunft einiges im Handel neu ausrichten muss, sieht Lange für den stationären Handel eine Perspektive und eine Daseinsberechtigung.
Lange warnte vor überzogenen Forderungen an die Vertragshändler. Schon heute treibe die Digitalisierung in den Betrieben zum Teil seltsame Blüten. „Ob der Meister nun mit einem Tablet-Computer um das Auto läuft oder nicht, ist dem Kunden letztlich egal“, ist Lange überzeugt. „Der Kunde will eine ordentliche Reparatur.“
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