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Möglichkeiten für junge Frauen
Doch auch für junge Frauen bietet der Beruf viel Potenzial. „Schade, dass nicht mehr junge Frauen diesen Weg einschlagen“, bedauert Jochen Häger, stellvertretender Obermeister der Kfz-Innung Bielefeld. „Die Voraussetzungen dafür sind in vielen Betrieben gegeben.“ Zudem stelle man fest, dass sich das Arbeitsklima durch die Mitarbeit von Frauen positiv verändere. Insgesamt konnte die Kfz-Innung Bielefeld 51 Auszubildende nach der Ablegung der Gesellenprüfung freisprechen.
Immerhin melden die ersten Innungen positive Entwicklungen. Auf der diesjährigen Freisprechungsfeier der Kfz-Innung Flensburg Stadt und Land erhielten drei Absolventinnen ihre verdienten Gesellenbriefe überreicht. Obermeister Günther Görrissen verwies in seiner Ansprache auf die guten Prüfungsleistungen aller Teilnehmer, die sich hohen Anforderungskriterien stellen mussten: „Die erneut erfreuliche Absolventenquote spricht für die Qualität unserer Ausbildung.“
Dabei zeichnen sich einige Nachwuchskräfte durch besonderes Können und Engagement aus. Die Kfz-Innung Köln lädt traditionell die zehn besten Absolventen der Winterprüfungen zu einer Feier ein. „Wenn ich die Leistungen dieser zehn Prüflinge betrachte, stimmt mich dies optimistisch für die berufliche Zukunft. Wenn es uns gelingt, dem demografischen Wandel entgegenzuwirken, ist die Automobilbranche für die nächsten schwierigen Jahre gerüstet“, betonte Obermeister Rolf Mauss.
Beim Saarländischen Kfz-Gewerbe standen die Abschlussfeierlichkeiten in diesem Jahr unter dem Motto: „Ausbildung und Motorsport“. Zusätzlich zu ihren Gesellenbriefen erhielten die rund 150 Nachwuchskräfte auch einen tiefgehenden Einblick in den Motorsport. Dazu nahmen Vertreter von gleich zwei Motorsport-Teams teil: Saar Racing Green Team und Black Falcon.
Im Interview mit Moderator Helmut Blümer konnten „Black Falcon“-Rennfahrer Tim Scheerbarth und Johannes Mathieu, Teamleiter des Saar Racing Green Teams, zudem die Technik der Fahrzeuge erläutern. Und die „Junggesellen“ im Publikum erfuhren natürlich auch etwas über die Karrieremöglichkeiten mit Bezug zum Rennsport – zumal Scheerbarth nicht nur Rennfahrer, sondern auch Kfz-Meister ist und seine Eltern einen eigenen Kfz-Handwerksbetrieb führen.
Die größte Freisprechung feiert die Kfz-Innung München-Oberbayern. Bei der Veranstaltung im Rahmen der Internationalen Handwerksmesse wurden 400 Gesellen und Gesellinnen freigesprochen.
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