Alternative Antriebe für Lkw
Ist die Umrüstung auf E-Antrieb wirklich ein Geschäftsmodell für Werkstätten?
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Angesichts der Kosten und der Lieferzeiten für Neufahrzeuge scheint es eine gute Idee zu sein, vorhandene Busse und Lkw mit batterieelektrischem oder Brennstoffzellen-Antrieb nachzurüsten. Für mutige Kfz-Betriebe könnte sich hier ein neues Geschäftsfeld eröffnen.
Geschichte wiederholt sich nicht immer, aber manchmal eben doch: Vor gut zehn Jahren, als die Elektromobilität auf dem Pkw-Markt noch in den Kinderschuhen steckte, da sahen findige Tüftler einen Markt darin, Bestandsfahrzeuge auf batterieelektrischen Antrieb umzurüsten. Das klang sinnvoll und vor allem nachhaltig, aber die Nachfrage seitens der Kunden blieb gering. Und als die Autohersteller schließlich eigene E-Fahrzeuge in größerer Zahl an den Start brachten, löste sich das Geschäftsmodell in Luft auf (von Spezialfällen wie dem Umbau von Oldtimern auf Elektroantrieb abgesehen).
Und heute? Macht sich erneut eine kleine Speerspitze aus engagierten Elektropionieren auf, um Bestandsfahrzeuge umzurüsten – diesmal allerdings Nutzfahrzeuge. Auf der IAA Transportation, die vom 20. bis 25. September in Hannover stattfand, präsentierten sich gleich mehrere dieser Unternehmen. Beispiel: Quantron, eine Ausgründung des Nutzfahrzeughändlers Haller aus Gersthofen. Quantron bietet sowohl die Nachrüstung auf batterieelektrischen Antrieb als auch auf Brennstoffzelle an und hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 100 Fahrzeuge umgerüstet. Die Ambitionen sind freilich viel größer: „In den nächsten drei Jahren sollen es über 10.000 Fahrzeuge sein“, kündigte Martin Lischka, Leiter Strategie und Kommunikation, gegenüber »kfz-betrieb« an.
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