Iveco steckt sich klares Renditeziel

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So hat Iveco in den vergangenen Monaten seine Motoren optimiert: „Wir haben unsere Produktpalette stetig weiterentwickelt und auf gute CO2-Werte und einen niedrigeren Verbrauch getrimmt. Im neuen Eco Stralis haben wir zum Beispiel einen Drehmomentbegrenzer verbaut, der sich im Teillastbereich ladungsabhängig aktiviert. Das hat keinerlei Einfluss auf die Durchschnittsgeschwindigkeit, spart aber Kraftstoff“, sagte Venstra.

Werkstattkonzept Truck-Station wächst

Im Frühjahr 2010 hat Iveco mit der neuen Niederlassung in Hannover sein Werkstattkonzept Truck-Station gestartet. „Alle 64 interessierten Standorte sind bereits vom TÜV geprüft. Wir werten derzeit die Soll-Ist-Abweichungen der vorgegebenen Standards aus. Für 2010 sind zusätzliche zehn Truck-Stations vereinbart. Für 2011 rechnen wir mit mindestens zwanzig weiteren“, so Venstra.

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Neben dem Servicegeschäft und dem Neuwagenvertrieb sei laut Venstra auch der Markt für gebrauchte Nutzfahrzeuge hart umkämpft: „Wir registrieren eine moderate Steigerung der Preise im Segment der schweren und mittelschweren Lkw. Diese waren im vergangenen Jahr aufgrund geringer Nachfrage und einem Zusatzangebot durch Insolvenzen auf einem sehr niedrigen Niveau. „Im Transportersegment hingegen bleiben die Preise vermutlich unten. Dem Daily mit Hinterradantrieb stehen einfacher gebaute Fronttriebler gegenüber, die teils aus Tageszulassungen während der Krise heraus den Markt fluten“, so Venstra.

Modulares Lkw-System für die Zukunft

Den Weltmarkt betreffend sieht sich Iveco vor die Herausforderung gestellt, einen Lkw für mehrere Märkte zu bauen: „Übergeordnete Eigenschaften wie Zuverlässigkeit, geringe Kosten und ein umweltschonender Ressourcenverbrauch sollten überall gelten. Die Produkteigenschaften machen aber den Unterschied. Einerseits sollten wir aus Kostengründen viele Gleichteile verwenden, andererseits ist ein LKW für den Einsatz in Deutschland zwangsweise ein anderer wie der für den afrikanischen Markt“, erklärte Venstra. Iveco prüft daher die Möglichkeit eines Baukastenprinzips. Dieses soll ermöglichen, dass sich auf eine gemeinsame Grundstruktur des Fahrzeugrahmens länderspezifisch modulare Komponenten aufbauen lassen. „Aber bis dahin ist noch ein weiter Weg“, so Venstra.

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