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Iveco steckt sich klares Renditeziel

| Autor / Redakteur: Stephan Richter /

Iveco verfügt bereits über serienreife Elektro-Transporter und kleine Hybrid-Lkw. John Venstra, Vorstand für Vertrieb und Marketing, erklärt die aktuellen Herausforderungen für den Nutzfahrzeughersteller.

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John Venstra, Vorstand für Vertrieb und Marketing bei Iveco Deutschland
John Venstra, Vorstand für Vertrieb und Marketing bei Iveco Deutschland
( Archiv: Vogel Business Media )

Der italienische Nutzfahrzeughersteller Iveco befindet sich derzeit im Echttest für seine Hybrid- und Elektromodelle. „Wir haben den Prototypenstatus längst verlassen, unsere Fahrzeuge sind serienreif und verkaufbar“, erklärte John Venstra, Vorstand für Vertrieb und Marketing für Iveco Deutschland im Gespräch mit »kfz-betrieb ONLINE«.

Während der IAA in Hannover erhielt die Deutsche Post/DHL den ersten von zehn Elektro-Daily. Zudem erprobt Coca-Cola die Hybrid-Version des 12-Tonner-Eurocargo. „Die Fahrzeuge eignen sich aber nur für das schmale Einsatzspektrum der City-Auslieferung mit vielen Stopps. Alle Anwendungen über den Verteilerverkehr hinaus bleiben wohl eine Dieseldomäne, das schreibt der Einsatz und die Technik vor“, sagte Venstra.

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Steigende Auftragseingänge

Venstra ist seit Mitte April Vertriebschef von Iveco Deutschland: „Ich wusste, dass Deutschland ein hart umkämpfter Markt ist, und war daher nicht von der Heftigkeit überrascht, mit der um jedes Geschäft regelrecht gerungen wird“, so Venstra. Daher beurteilt er den derzeitigen Aufschwung eher verhalten: „Einen Hochgesang, wie sie die PKW- und Konsumgüterleute anstimmen, möchte ich nicht in dem Umfang unterstützen. Dennoch sind die guten Auftragseingänge, die wir verzeichnen, der beste Indikator für ein bleibendes Wachstum“, erklärte Venstra. Den Aufwärtstrend, wie ihn Iveco in Deutschland erlebt, vermisst Venstra bislang für das restliche Europa.

Keine Marktanteile durch Rabatte erkaufen

2009 lag Iveco mit seinen Zulassungszahlen für Sattelzugmaschinen und Fahrgestellen in Deutschland unter den sieben Nutzfahrzeugherstellern auf dem fünften Platz. Aber für Venstra gibt es wichtigeres als Zahlen. Daher lautet die klare Strategie: „Wir erkaufen uns keine Stückzahlen und Marktanteile durch ruinöse Preise. Wir haben ein Mindestrendite-Ziel, das wir nicht unterschreiten. Das ist wichtig für uns und unsere Händler. Wir denken, das ist legitim, um etwa die Investitionen in die neuen Technologien zu bezahlen“, so Venstra.

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