Neuwagenmarkt Jahresauftakt fällt gesamteuropäisch schwach aus

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Die Gesamtzulassungen sind zum Jahresauftakt in Europa gesunken. Nur wenige Länder senden Wachstumsimpulse. Gleichzeitig geht der Wechsel zur Elektromobilität weiter, die Brückentechnologie PHEV findet immer mehr Zuspruch.

Die Auslieferungen von Neuwagen sind im Januar 2026 nur verhalten angelaufen.(Bild:  Schreiner – VCG)
Die Auslieferungen von Neuwagen sind im Januar 2026 nur verhalten angelaufen.
(Bild: Schreiner – VCG)

Der europäische Automarkt ist mit angezogener Handbremse ins neue Jahr gestartet. Im Januar kamen in den Ländern der EU, der Efta und in Großbritannien 961.382 Pkw neu auf die Straßen. Das waren 3,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie aus den Zahlen des europäischen Herstellerverbands Acea hervorgeht.

Nennenswert positiv war die Entwicklung nur in Großbritannien, wo der Absatz um 3,4 Prozent zulegte. Auch Spanien als weiterer großer Markt sendete leichte Wachstumsimpulse (+1,1 %). Im Nachbarland Portugal gingen die Verkäufe sogar um 16,1 Prozent nach oben. Auch Österreich (+12,1 %) und Dänemark (+18,2 %) meldeten positive Impulse, die naturgemäß die starken Verluste der großen Märkte Frankreich und Deutschland (beide –6,6 %) jedoch nicht auffangen konnten.

„Nach einem starken Dezember mit einem Plus von sechs Prozent lässt der europäische Neuwagenmarkt zum Jahresbeginn jede Dynamik vermissen“, kommentierte die Unternehmensberatung EY die Januar-Zahlen. Für die nähere Zukunft sei zudem keine Besserung in Sicht. Die Gesamtsituation mit einer schwächelnden Konjunktur und schlechten Nachrichten in Wirtschaft und Weltpolitik sei nicht dazu angetan, Unternehmen oder Privatpersonen zu einem höheren Konsum zu bewegen.

Elektromobilität bleibt gefragt

Gefragt blieben zum Start ins neue Jahr die Elektroautos. Die Neuanmeldungen der BEV-Modelle legte in den vom Acea-Bericht erfassten Ländern um 13,9 Prozent auf 189.062 Einheiten zu. Vor allem in Frankreich, Deutschland und Dänemark meldeten mehr Personen solche Autos an.

Noch deutlicher war die Entwicklung der Plug-in-Hybride, deren Zulassungen um 32,2 Prozent auf 99.654 Einheiten zulegten. Treibende Märkte waren dafür Deutschland (+23 %), Spanien (+67 %) und Italien (+134 %), aber auch zahlreiche kleinere Märkte. Daneben greift die Hybridisierung auch durch die Mildhybride weiter um sich. Die Zulassungen der Hybridautos ohne Stecker legten um 6,4 Prozent auf 369.998 Pkw zu.

Im Umkehrschluss sanken die Zulassungszahlen der reinen Verbrenner deutlich. Benziner waren 25,7 Prozent weniger gefragt (noch 216.148 Einheiten), für die Diesel-Modelle ging es um 22 Prozent in den Keller (noch 68.767 Einheiten).

Tesla schmiert weiter ab

Die weiter wachsende Akzeptanz der Elektroautos nützt dem US-Elektroautopionier Tesla weiterhin nichts: Die Neuanmeldungen gingen europaweit nochmals um 17 Prozent auf 8.075 Autos zurück (in der EU nur um 2 %). Dagegen setzt BYD seinen – vermutlich auch europaweit durch Eigenzulassungen gepushten – Sturmlauf fort (+165 %) und kommt im Januar auf einen Marktanteil von 1,9 Prozent. Der chinesische Konkurrent SAIC mit der Kernmarke MG liegt nur noch knapp davor (2,0 %).

Der Volkswagen-Konzern behielt im Januar seine Marktführerschaft in der EU mit einem Anmeldeminus von 3,8 Prozent auf 256.728. Stellantis (+6,7 %) und Renault (–15,0 %) folgten dem Wolfsburger Konzern auf den Plätzen. Von Autos des BMW-Konzerns wurden im ersten Jahresmonat 5,7 Prozent weniger angemeldet, Mercedes-Benz verkaufte dagegen 2,8 Prozent mehr.

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