Acea-Bilanz Nutzfahrzeug-Zulassungen sind in Europa stark rückläufig

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Die Wirtschaft lahmt und in ihrem Gefolge der Nutzfahrzeugmarkt. Der Absatz von Lkw und Transportern ist im Jahresverkauf deutlich eingebrochen. Nur die Reisebranche und der ÖPNV sorgen für Zuwächse.

Die Wirtschaft läuft in Europa nicht rund. Das schlägt sich auf die Verkaufszahlen der Nutzfahrzeuge nieder.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Die Wirtschaft läuft in Europa nicht rund. Das schlägt sich auf die Verkaufszahlen der Nutzfahrzeuge nieder.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Der europäische Nutzfahrzeugmarkt bleibt ein schwieriges Geschäft. Nach neun Monaten stehen erhebliche Rückgänge der Zulassungen in wichtigen Märkten in der Bilanz des Herstellerverbands Acea. Sie sind Ausdruck des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds. Die einzige Ausnahme mit Wachstum ist das Bussegment.

Die Neuzulassungen von Transportern gingen in den Ländern der EU, der Efta und in Großbritannien um 8,5 Prozent zurück. Insgesamt kamen noch 1,357 Millionen Einheiten neu auf die Straßen. Den deutlichsten Rückgang verzeichnete Großbritannien (-9,9 %), gefolgt von Frankreich, das ein Minus von 8,3 Prozent verzeichnete, sowie von Italien (-6,1 %) und Deutschland (-6,0 %). Im Gegensatz dazu verzeichnete Spanien einen Anstieg der Zulassungen um 13,3 Prozent.

Die Neuzulassungen von Lkw in der EU gingen sogar um 9,9 % auf insgesamt 298.237 Einheiten zurück. Dieser Rückgang war volumenmäßig auf einen Rückgang der Zulassungen von Schwerlast-Lkw um 9,5 Prozent sowie einen Rückgang der Nachfrage nach mittelschweren Lkw um 11,7 Prozent zurückzuführen. Alle wichtigen Märkte schrumpften, wobei Deutschland (-17,9 %) und Frankreich (-13,4 %) sowie Großbritannien (-10,1 %) zweistellige Rückgänge verzeichneten.

Busse sind gefragt

Das dritte, wenn auch sehr kleine Segment, die Neuzulassungen von Bussen, legte dagegen europaweit deutlich zu. Nach drei Quartalen ist dieser Markt mit 37.638 Neuzulassungen um 7,8 Prozent im Plus. Treiber sind unter anderem Großbritannien (+23,1 %), Deutschland (+12,8 %) oder auch Schweden (+197,5 %). Dagegen ging der Absatz in Italien (-16,9 %), Spanien (-11,3 %) und Frankreich (-4,5 %) zurück.

Im Antriebsmix steigt der Anteil der elektrisch aufladbaren Fahrzeuge weiter, allerdings bleibt die Marktakzeptanz insgesamt gering. Es fehle weiterhin an wichtigen Rahmenbedingungen, mahnt der Herstellerverband an. Am weitesten ist die Elektrifizierung im Bus-Segment, mutmaßlich gefördert durch den öffentlichen Nahverkehr in den Städten. Jeder vierte neue Bus (24,8 %) hat einen Elektroantrieb.

In der größten Fahrzeugklasse, den Transportern, ist der Diesel dagegen weiterhin vorherrschend mit einem leicht rückläufigen Marktanteil von 81,5 Prozent. BEV-Modelle stellten in den ersten drei Quartalen des Jahres 11 Prozent der Erstzulassungen. Noch weniger Experimentierfreunde beim Antrieb haben die Eigner neu gekaufter Lkw. Die sind zu 93 Prozent von einem Dieselmotor angetrieben. Elektro-Lkw machen 4,4 Prozent aus. Davon wiederum fahren laut Acea zwei Drittel in den Niederlanden, Deutschland oder Frankreich.

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