Börsen-Aus Juhu macht zu

Von Jens Rehberg 1 min Lesedauer

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Mit den besten Absichten startete die BDK 2019 die Online-Gebrauchtwagenbörse, die eine Alternative bieten sollte zum Quasi-Duopol der beiden etablierten Größen im Markt. Knapp sechs Jahre später ist klar: gegen Mobile und Autoscout ist einfach kein Kraut gewachsen.

Das Walross, dem zum Start von Juhu-Auto die Herzen nur so zuflogen, hieß „Antje”.(Bild:  BDK)
Das Walross, dem zum Start von Juhu-Auto die Herzen nur so zuflogen, hieß „Antje”.
(Bild: BDK)

ALD hat Anfang der Woche den Vertragspartnern von Juhu-Auto im deutschen Kfz-Handel per Mail gekündigt. Der Finanzdienstleister, der den Online-Marktplatz operativ betreibt, kündigte die Abschaltung des Angebots zum 31. August an. „Unser Ziel war es, frischen Wind in den Markt der Online-Börsen zu bringen – und das haben wir auch getan“, resümierte der Anbieter in dem Schreiben an seine Händler.

Die Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK) sagte auf Anfrage, man habe mit einem eigenen händlernahen Plattform-Angebot Bewegung in den Markt der Online-Fahrzeugbörsen bringen wollen. „In der Gesamtbetrachtung musste allerdings festgestellt werden, dass sich zentrale Meilensteine und strategische Ziele auch aufgrund relevanter Marktveränderungen nicht realisieren ließen.“ Die BDK habe daher entschieden, den Betrieb von Juhu-Auto einzustellen. Im Zuge dieser Entscheidung werde auch das Omnichannel-System „Ju-Connect“ vom Markt genommen.