Die großen Autohändler Deutschlands 2024 Kaltenbach-Gruppe – Volle Konzentration voraus

Von Silvia Lulei 4 min Lesedauer

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Die Autohausgruppe hat ihr Markenportfolio von fünf auf drei reduziert: BMW, Mini und Honda. Damit ist aus einem Tanker ein Schnellboot geworden, das sich ganz auf seine Kunden fokussieren kann – mit exklusiven Events und einem breiten Mobilitätsangebot.

Die Mini Cruise am 1.9. war ein Event-Highlight der Kaltenbach-Gruppe: 120 Mini-Enthusiasten machten eine Sternfahrt nach Olpe, um die neuen Modelle der Mini-Familie kennenzulernen.(Bild:  Kaltenbach)
Die Mini Cruise am 1.9. war ein Event-Highlight der Kaltenbach-Gruppe: 120 Mini-Enthusiasten machten eine Sternfahrt nach Olpe, um die neuen Modelle der Mini-Familie kennenzulernen.
(Bild: Kaltenbach)

Es gibt unterschiedliche Arten, tragfähige Perspektiven für die Zukunft zu schaffen. Die Kaltenbach-Gruppe wählte Anfang des Jahres eine radikale Neuaufstellung innerhalb der Gruppe: Die Autohausgruppe stand zwar schon immer hauptsächlich für die Marken BMW und Mini; aber es gesellten sich auch noch Volvo, Land Rover und Jaguar hinzu. Damit ist seit 1.1.2024 Schluss: Die Kaltenbach-Gruppe konzentriert sich ausschließlich auf die Marken BMW und Mini. Die Geschäftsführer Anke Kaltenbach und Kevin Gebauer sind sich einig, dass diese Fokussierung ein wesentlicher Beitrag zur Zukunftssicherung des Unternehmens ist. Es sei zum einen ein klares Bekenntnis zur Zusammenarbeit mit der BMW Group – und es eröffne gleichermaßen Wachstumsfelder und eine Diversifizierung, die das Unternehmen schon vor zwei Jahren mit seiner Classic-Sparte begonnen hat.

Wobei ausschließlich BMW und Mini nicht ganz stimmt: Im Frühjahr hat der Zweiradbereich Zuwachs bekommen. In Overath und in Werdohl gibt es jetzt auch Honda-Motorräder. Für Kevin Gebauer ist dies die ideale Erweiterung zum BMW-Motorrad-Portfolio. Honda ist die Nummer eins bei den 125-ccm-Motorrädern und rundet somit das Zweiradangebot von Kaltenbach ab: „Damit können wir Zweirad-Fans ab einem Alter von 16 Jahren begleiten. Das Durchschnittsalter unserer BMW-Motorrad-Kunden liegt zwischen 50 und 70 Jahren. Das liegt ganz klar an den GS-Modellen, die bei uns am häufigsten verkauft werden. Aber zwischen 16 und 50 ist eine lange Zeitspanne, die man mit anderen Zweirädern überbrücken kann. Die hatten wir nicht – aber jetzt schon“, freut sich Gebauer. Nach zwei, drei Monaten sei das Honda-Geschäft gut angelaufen, berichtet der Geschäftsführer. Dazu beigetragen haben die Motorrad-Events im Sommer, wie beispielsweise ein Truck voller Motorräder, die Kaltenbach für Probefahrten bereit gestellt hat.