Karpinski: „Wir drehen ein großes Rad“

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Um den steigenden Anforderungen in der Automobilbranche gewachsen zu sein, sollten sich sowohl kaufmännische als auch technische Mitarbeiter permanent weiterbilden. Machen Betriebe Ihrer Meinung nach hiervon schon ausreichend Gebrauch?

Wenn sie es jetzt noch nicht getan haben, wovon ich aber nicht ausgehe, müssen sie es in Zukunft definitiv verstärkt machen. Viele andere Branchen teilen uns mit, dass wir eine gute und stringente Weiterbildungslandschaft für unsere Mitarbeiter haben.

Die BFC organisiert die Weiterbildung zum Betriebswirt. Ist sie aus heutiger Sicht noch die Kaderschmiede, die die Leute liefert, die das Gewerbe braucht?

Die BFC hat in den 51 Jahren ihres Bestehens inzwischen mehr als 6.000 Nachwuchsführungskräfte hervorgebracht. Das Schuljahr 2014/15 ist ausgebucht. Das zeigt, wie wichtig die BFC für die Branche ist. Es war richtig und notwendig, die BFC Anfang des Jahres 2012 neu aufzustellen. Inzwischen ist dies in vollem Umfang gelungen. Mit dem Vorsitzenden Helmut Peter hat nun wieder ein ausgewiesen erfolgreicher Kfz-Unternehmer das Lenkrad in der Hand. Und neue Lehrangebote, wie etwa das Fernstudium zum „Zertifizierten Automobilökonom“ für Berufstätige mit einer mehrjährigen Berufserfahrung, wird zum dauerhaften Erfolg der BFC beitragen.

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Wie bewerten Sie die hochschulischen Weiterbildungsmöglichkeiten im Kfz-Gewerbe? Bieten wir talentierten und engagierten Mitarbeitern ausreichend Karriereoptionen an?

Wenn man sich unsere Weiterbildungsmatrix anschaut, bieten sich viele Weiterbildungswege an. Durch den Deutschen Qualifizierungsrahmen (DQR) wird nun auch deutlich, dass eine Berufsausbildung nicht den Weg zur Hochschule versperrt.

Wollen Sie zukünftig vermehrt einen breiteren Adressatenkreis ansprechen, zum Beispiel einerseits Abiturienten, aber andererseits auch noch nicht ausbildungsreife Jugendliche?

Grundsätzlich arbeiten wir gemäß dem Handwerksmotto: „Im Handwerk zählt nicht, wo man herkommt, sondern wo man hin will.“ Ich möchte aber nicht ausschließen, zukünftig vermehrt einen breiteren Adressatenkreis mit jeweils gezielten Ausbildungsinhalten anzusprechen.

Derzeit wird das Berufsbild Automobilkaufmann überarbeitet. Wohin soll die Reise gehen?

Der Automobilkaufmann ist nun 15 Jahre erfolgreich auf dem Ausbildungsmarkt. Klar, dass nun auch die neuen Techniken und veränderten Rahmenbedingungen in Autohäusern, wie z. B. Gebrauchtwagenbörsen oder Internetvertrieb, aufgenommen werden müssen. Es findet also ein Facelifting statt.

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