Mercedes-Rückruf KBA warnt wieder vor Abschalteinrichtung

Von Niko Ganzer 1 min Lesedauer

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Erstmals überwacht die Behörde bei Mercedes ein Softwareupdate für den Dieselmotor OM 607, der auf einem Renault-Aggregat basiert. Flensburg nennt 19.420 betroffene Kompaktwagen, insgesamt dürften es aber deutlich mehr (gewesen) sein.

Unter anderem Fahrzeuge der Modelle CLA und GLA sind betroffen. (Bild:  Mercedes-Benz)
Unter anderem Fahrzeuge der Modelle CLA und GLA sind betroffen.
(Bild: Mercedes-Benz)

Erneut hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am vergangenen Montag eine Warnung vor einer „unzulässigen Abschalteinrichtung beziehungsweise unzulässigen Reduzierung der Wirksamkeit des Emissionskontrollsystems“ zu Mercedes-Fahrzeugen veröffentlicht. Diesmal geht es den Angaben zufolge insgesamt um 19.420 Dieselmodelle vom Typ CLA und GLA, sowie der A- und B-Klasse. In Deutschland seien 1.807 Fahrzeuge gemeldet.

Die Mercedes-Benz AG sprach in einem auf ihrer Homepage veröffentlichten Statement von einer deutlich höheren Stückzahl. Demnach war Anfang des Jahres allein in Deutschland eine „niedrige fünfstellige Anzahl von Fahrzeugen im Feld, die das Software-Update noch nicht erhalten haben“. Der Rückruf gehe zurück auf einen KBA-Bescheid aus dem vierten Quartal 2022 zu Fahrzeugen der Abgasnormen Euro 5 oder Euro 6b. Die Behörde nennt in ihrem Datenbankeintrag zum Herstellercode „5499024“ nur die Schadstoffnorm Euro 6.

Mercedes nennt Produktionszeiträume zwischen April 2012 und 2017

Interessant ist, dass das KBA erstmals ein behördlich überwachtes Softwareupdate für den Selbstzünder mit der Kennung OM 607 bekannt macht. „Dieser Renault-Grundmotor wird auf die Anforderungen unserer Mercedes-Benz Kompaktmodelle adaptiert“, hieß es zwar bereits im April 2016 in der Herstellerankündigung einer „freiwilligen Verbesserung des Emissionsverhaltens“. In der laufend aktualisierten Übersicht der offiziellen Diesel-Rückrufe taucht der Motor aber erstmals auf.

In dieser Liste weist Mercedes unterschiedliche Produktionszeiträume zwischen April 2012 und April 2017 als betroffen aus. „Die Software-Updates für die Fahrzeuge liegen bereits seit längerer Zeit vor und können aufgespielt werden“, betont der Konzern in seiner aktuellen Stellungnahme. Die Motorsteuerung eines großen Teils der produzierten Fahrzeuge sei bereits in laufenden Maßnahmen mit Software-Updates aktualisiert worden.

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