CNG-Fahrzeuge Keine Autos, wenig Stationen – Restwerte unter Druck?

Von Andreas Grimm 3 min Lesedauer

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Fahrzeuge mit Erdgas-Antrieb sind nur noch auf dem Gebrauchtwagenmarkt ein Thema. Neufahrzeuge gibt es nicht mehr, dazu verschlechtert sich die Gasversorgung. Das könnte Folgen für die Restwerte haben.

Historisches Foto: Den Seat Arona TGI gibt es nicht mehr als Neuwagen, Erdgastankstellen werden auch immer seltener.(Bild:  Schmidt – VCG)
Historisches Foto: Den Seat Arona TGI gibt es nicht mehr als Neuwagen, Erdgastankstellen werden auch immer seltener.
(Bild: Schmidt – VCG)

Die Fans von erdgasbetriebenen CNG-Fahrzeugen erleben schwere Zeiten. Nicht nur dass sie sich keine Neuwagen mehr kaufen können, weil die Hersteller den CNG-Antrieb (Compressed Natural Gas) aus dem Programm genommen haben. Sondern auch die Versorgung mit Ersatzteilen wird (vermeintlich) schlechter. So ließ Ende April eine ADAC-Meldung aufhorchen: Die Ersatzteilversorgung von CNG-Fahrzeugen sei in Gefahr – speziell bei den Gastanks. „Weil die Ersatzteile teuer oder aber gar nicht mehr lieferbar sind, kann das zu einem wirtschaftlichen Totalschaden führen“, wird darin Florian Hördegen zitiert, Leiter Fahrzeugtechnik im ADAC-Technikzentrum Landsberg.

Die andere schlechte Nachricht kommt von Shell: Der Tankstellenbetreiber kündigte Anfang Juni an, seine verbleibenden 21 Erdgas-Zapfsäulen abzubauen, um Platz zu schaffen für andere Energieträger wie HVO 100 oder perspektivisch auch Wasserstoff. In der Hochphase hatte Shell 54 Erdgas-Tankstellen. Von anderen großen Versorgern wie Aral (125 CNG-Tankstellen), Total (87) und Esso (59) sind solch radikale Pläne bislang nicht bekannt. Doch generell sinkt die Dichte an CNG-Tankstellen: Gab es 2016 laut ADAC noch 906 Anlaufstellen für CNG-Fahrer, weist der Datendienstleister Statista für Mitte 2023 nur noch 757 Stationen aus.